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Panorama Affe erhält keine Rechte an seinen Selfies
Nachrichten Panorama Affe erhält keine Rechte an seinen Selfies
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17:32 07.01.2016
Der Makake-Affe Naruto scheint sich zu gefallen: Er schoss ein Selbstporträt mit der Kamera von Fotograf David Slater. Quelle: picture alliance/AP Photo
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San Francisco

Im Streit um das Urheberrecht an einem Affen-Selfie hat der Makake Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi vor einem US-Gericht eine Niederlage erlitten. Zwar könnten US-Kongress und -Präsident grundsätzlich den Schutz von Gesetzen auch auf Tiere ausweiten, erklärte Bundesrichter William Orrick am Mittwoch in San Francisco. Es gebe aber "keinen Hinweis" darauf, dass dies beim Urheberschutz der Fall sei. Naruto besitze daher kein Copyright an seinen Fotos.

Der britische Fotograf David Slater hatte 2011 eine Serie von Tierbildern auf Sulawesi geschossen. In einem später veröffentlichten Buch fügte er zwei von Naruto aufgenommene Selbstporträts hinzu – die Bilder des grinsenden Affen gingen im vergangenen Jahr um die Welt. Im September reichte die Tierschutzorganisation Peta im Namen des Affen eine Copyright-Klage ein. Naruto müsse zum "Urheber und Eigentümer seines Fotos" erklärt werden, forderte Peta. Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, "und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde".

Kampf um Grundrechte für Tiere

Slater argumentiert dagegen, er habe das Urheberrecht an den Fotos, weil er das Stativ aufgebaut habe und dann nur für wenige Minuten weggegangen sei – in der Zeit habe der Affe seine Kamera an sich gerissen. Der Fotograf klagte zudem darüber, dass ihn die Verbreitung der Fotos im Internet viel Geld gekostet habe – weil weniger Leute sein Buch gekauft hätten.

Die Tierschutzorganisation Peta will trotz der Niederlage vor einem US-Gericht weiter dafür kämpfen, dass ein Affe das Urheberrecht auf ein von ihm selbst gemachtes Selfie hat. Der Fall sei ein weiterer Meilenstein für das Bestreben von Peta, dass Tieren bestimmte Grundrechte eingeräumt werden, sagte Peta-Sprecher Peter Höffken in einem vorab veröffentlichten Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

afp/epd

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