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Panorama 16-Jährige findet Goldbarren beim Baden
Nachrichten Panorama 16-Jährige findet Goldbarren beim Baden
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18:47 12.08.2015
Diesen Goldbarren hat eine Urlauberin beim Baden im Königssee entdeckt. Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd
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Schönau am Königssee

Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch schwamm die 16-Jährige aus Nordrhein-Westfalen in dem See, als sie in Ufernähe in rund zwei Metern Tiefe plötzlich den rund 500 Gramm schweren Goldbarren entdeckte. Die 16-Jährige erwies sich als ehrliche Finderin und übergab das wertvolle Fundstück der Polizei.

Es handele sich um echtes Gold, betonten die Ermittler - und bezifferten den Wert des Fundes mit rund 16.000 Euro. Wie der Barren in den See im Berchtesgadener Land unterhalb des Watzmanns kam, blieb zunächst unklar. Kriminaltechnische Untersuchungen sollen Klarheit bringen. "Wir müssen schauen, wo das herkommt", sagte ein Polizeisprecher.

Eine genaue Suche mit Tauchern nach möglichen weiteren Stücken förderte zunächst kein weiteres Gold ans Tageslicht. Eine Nummer, wie sie sonst bei Goldbarren eingraviert sind, sei nicht erkennbar gewesen, hieß es weiter. Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamtes sollen nun aber versuchen, die möglicherweise eingravierte Nummer wieder sichtbar zu machen.

Sollte sich kein Besitzer finden und stammt der Barren nicht aus einer Straftat, dann darf das Mädchen den Goldbarren voraussichtlich behalten, wie ein Polizeisprecher sagte.

Darf ich Fundsachen behalten?

Das Gesetz hat für solche Fälle einen Straftatbestand, der sich Fundunterschlagung nennt. Dieser steht im Strafgesetzbuch (§ 246 StGB). Wer eine gefundene fremde Sache von einem Wert von über 10 Euro nicht abgibt und für sich behält, macht sich strafbar. Es droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Bei einem geringeren Wert muss man die Sache aber dennoch an den Eigentümer herausgeben, sollte der sich an den Finder wenden. Wenn man den Eigentümer nicht kennt, muss die Fundsache entweder bei der Polizei oder im Fundbüro abgegeben werden. Dafür gibt es eine Quittung.

Meldet sich der Verlierer nicht innerhalb von sechs Monaten, nachdem man die Sache abgegeben hat, bekommt der Finder das Eigentum an der Sache. Bei Sachen im Wert unter 10 Euro beginnt die Frist mit dem Fund. Bei Sachen, die man in Behörden oder bei Verkehrsbetrieben wie Bahnhof oder Flughafen und in öffentlichen Verkehrsmitteln findet, bekommt man allerdings nicht das Eigentum. Sie werden bei Nichtabholung versteigert.

Allerdings kann der ursprüngliche Eigentümer seine Ansprüche noch drei Jahre lang geltend machen. So lange muss der Finder das Erlangte nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung herausgeben. Hat der Finder die Sache bereits veräußert, muss er den Gegenwert aushändigen.

dpa/afp/so

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