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Urlauberinnen sterben bei Wanderung

Suchaktion im Fish River Canyon Urlauberinnen sterben bei Wanderung

Im Süden Namibias sind zwei deutsche Urlauberinnen während einer Wanderung tödlich verunglückt. Bei einer groß angelegten Suchaktion wurden die Leichen der Mutter und ihrer Tochter am Montag in einer Schlucht des Fish River Canyons gefunden.

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Wanderungen in den Fish River Canyon sind beliebt – aber zu dieser Jahreszeit streng verboten.

Quelle: Symbolbild/dpa

Windhuk/Hannover. Nun sollen zunächst die Angehörigen der Opfer verständigt werden, wie Mufaro Nesongano, Sprecherin der staatlichen Agentur für Nationalparkresorts erklärte. Die deutsche Botschaft in Windhuk teilte mit, man sei mit dem Fall befasst und arbeite eng mit den namibischen Behörden zusammen.

Bei den Opfern handelte es sich der deutschsprachigen namibischen "Allgemeinen Zeitung" zufolge um eine 47-Jährige und deren 21 Jahre alte Tochter. Die beiden Frauen waren demnach offenbar in eine der Schluchten abgestiegen, obwohl dies wegen der gegenwärtig extremen Hitze in der Region streng verboten ist, wie die das Blatt weiter berichtete. Seit Freitag war eine Suchaktion im Gange, an der unter anderem auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war.

Grund für Unglück unklar

Die örtliche Polizei in der Region Karas bestätigte den Tod der beiden Frauen, konnte zunächst aber keine genaueren Angaben machen, wie es zu dem Unglück kam. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Selbstmord handelte. Die Vermutung, dass sie in den Canyon hinabgestiegen sind, wurde dadurch bestärkt, weil in dieser Gegend die zwei Rucksäcke der Frauen gefunden wurden, die auch deren Pässe und Proviant enthielten.

Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt.

Temperaturen von über 50 Grad

Der Canyon in der früheren deutschen Kolonie Namibia gilt als eine der bedeutendsten Schluchtlandschaften nach dem Grand Canyon in den USA. Die Schlucht nahe der südafrikanischen Grenze ist ein bei Namibia-Touristen beliebtes Urlaubs- und Wanderziel. Für Touristen werden von Mai bis August – der Winterzeit – mehrtägig geführte Wanderungen angeboten. In der zu Deutschland entgegengesetzten Sommerzeit werden laut dem namibischen Wetteramt MeteoNA Rekordtemperaturen von mehr als 50 Grad gemessen.

Abstieg im namibischen Sommer streng untersagt

Mehrfach hatten bereits schlecht ausgerüstete Wanderer den Tod in der 160 Kilometer langen und 550 Meter tiefen Schlucht gefunden. Seit einigen Jahren ist der Abstieg in den Canyon zu dieser Jahreszeit wegen der extremen Hitze streng untersagt – Schilder weisen darauf hin.

dpa/so

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