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Ursache für Brückeneinsturz auf A7 weiter unklar

Ein Toter Ursache für Brückeneinsturz auf A7 weiter unklar

Nach dem Einsturz eines Brückenneubaus auf der A7 in Bayern läuft die Suche nach der Ursache. Mindestens ein Bauarbeiter wurde in den Tod gerissen, sechs weitere Arbeiter wurden schwer verletzt.

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Eine neue Autobahnbrücke ist in Unterfranken teilweise eingestürzt.

Quelle: Nicolas Armer/dpa

Werneck. Beim teilweisen Einsturz einer neuen Autobahnbrücke an der Autobahn A7 ist am Mittwoch mindestens ein Bauarbeiter getötet worden. Sechs weitere Arbeiter kamen schwer verletzt in Krankenhäuser, mehrere erlitten leichtere Verletzungen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken an der Unfallstelle nahe Werneck sagte.

Ursache ist weiter unklar

Eine Gruppe aus etwa 20 Bauarbeitern sei zusammen mit dem Straßenstück 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Berichte über eine noch höhere Totenzahl wies der Sprecher zurück. Allerdings sei vorerst unklar, ob von den sechs Schwerverletzten welche in Lebensgefahr schwebten.

In Bayern ist eine neue Autobahnbrücke auf der A7 teilweise eingestürzt. Mehrere Bauarbeiter wurden verletzt und getötet. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

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In der Nacht zum Donnerstag setzten die Ermittler ihre Untersuchungen zur Einsturzursache fort. Es seien weitere Informationen gesammelt worden, um mögliche Fehler zu erörtern, sagte ein Polizeisprecher. Was das Unglück verursacht habe, könne jedoch noch nicht gesagt werden, teilte der Polizeisprecher mit.

Das etwa 40 Meter lange Brückenteil war auf eine Landstraße gefallen. Dem Sprecher zufolge arbeiteten die 20 Männer am Mittwoch auf dem Segment der derzeit im Bau befindlichen neuen Talbrücke Schraudenbach. Diese entsteht südlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt-Werneck. Die Brücke ist noch nicht geschlossen. Wie der Polizeisprecher sagte, befanden sich die Arbeiter alle auf dem Segment, als dieses sich gelöst habe und aus ungeklärter Ursache in die Tiefe gestürzt sei und die Männer mitgerissen habe.

Hubschrauber und Hunde im Einsatz

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sicherte eine sorgfältige Aufklärung der zunächst noch völlig unklaren Unfallursache zu. Herrmann entsandte seinen Innen-Staatssekretär an die Unfallstelle. Der zur Innenministerkonferenz ins Saarland gereiste Minister gab die Zahl der Toten in einer Erklärung zunächst mit zwei an, korrigierte sich aber später wie die Polizei auf eins.

Am Unfallort war bis zum späten Mittwochabend eine Vielzahl an Rettungskräften im Einsatz; mit Krankenwagen, Einsatzwagen und auch mehreren Hubschraubern sowie Trümmersuchhunden.

Der Verkehr auf der A7 war von dem Unfall nicht betroffen, da dieser noch auf der alten, parallel zum Neubau stehenden Brücke läuft.  Dennoch kam es durch Schaulustige zu einem Stau. Mittlerweile läuft der Verkehr wieder normal.

Bis zu 22 Meter hohe Brücke

Nach Angaben der Autobahndirektion Nordbayern ist die Brücke mehr als 230 Meter lang und bis zu 22 Meter hoch. Die Arbeiten haben 2015 begonnen und sollen 2017 abgeschlossen werden. Der Abschnitt, der am Mittwoch eingestürzt ist, sollte im Herbst fertiggestellt werden, berichtet der BR. Die A7 gilt als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Europa und ist mit 962 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland.

dpa/RND/wer

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