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Vater verabreichte dem eigenen Kind Gift

15 Jahre Haft Vater verabreichte dem eigenen Kind Gift

Fast wäre das kleine Mädchen an giftigen Substanzen gestorben – dafür wurde ihr Vater jetzt zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht Potsdam sprach den 37-Jährigen am Donnerstag wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.

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Der Angeklagte mit seinem Anwalt während des Prozesses.

Quelle: Bernd Settnik

Potsdam. "Dass der Angeklagte die Taten begangen hat, ist klar", sagte der Vorsitzende Richter Frank Tiemann. Der Mann hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Tierpfleger aus Schleswig-Holstein hat nach Überzeugung des Gerichts seiner zu Beginn der Taten acht Monate alten Tochter Emelie immer wieder "säure- und/oder alkoholhaltige Substanzen" verabreicht, wie sie etwa in Reinigungsmitteln enthalten sind.

Die Kleine störte ihn

Regelmäßig kam das Kind ins Krankenhaus. Selbst dort flößte der Vater ihr nach Ansicht der Richter die giftigen Mittel ein. "Sie hat enormes Glück gehabt, dass sie das überlebt hat", stellte Tiemann fest. Die Motivation, seiner Tochter zu schaden, sei letztlich relativ banal, befand der Richter. Es habe für den Angeklagten zu Hause nur Stress gegeben, er sei immer wieder kritisiert worden – da habe ihn das Kind gestört.

Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden. Der Anwalt des Angeklagten kündigte nach der Verhandlung an, dies zu tun. Er hatte auf Freispruch plädiert. Der Staatsanwalt, der eine lebenslange Haftstrafe gefordert hatte, wollte sich die Entscheidung noch überlegen.

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