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Fall Niklas: Zwei Schlägereien vor der Tat

Neue Vorwürfe gegen Hauptverdächtigen Fall Niklas: Zwei Schlägereien vor der Tat

Im Fall des getöteten Niklas P. aus Bonn gerät der mutmaßliche Haupttäter immer mehr unter Druck: Nur eine Woche vor der folgenschweren Attacke soll er in zwei Schlägereien verwickelt gewesen sein. Der Verdächtige widerspricht bisher allen Vorwürfen.

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Ein Grabkreuz steht auf dem Burgfriedhof in Bonn (Nordrhein-Westfalen) auf dem Grab des nach einer Prügelattacke in Bonn gestorbenen Niklas P.

Quelle: dpa

Bonn. In der Nacht des 30. April sei die Polizei zweimal zu Schlägereien zwischen Jugendlichen in verschiedenen Bonner Stadtteilen gerufen worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Beide Male war auch der Hauptverdächtige im Fall Niklas dabei. Es lägen zwei Anzeigen wegen Körperverletzung gegen den 20-Jährigen vor, sagte der Sprecher. Allerdings habe es keine Festnahme oder Ingewahrsamnahme gegeben. "Es herrschte eine völlig unklare Sachlage zu den Tatbeiträgen" des 20-Jährigen.

Gegen den mutmaßlichen Totschläger laufen derzeit sechs Ermittlungsverfahren. Er sitzt in Untersuchungshaft, weil er Niklas am 7. Mai nach einem Konzertbesuch im Bonner Stadtteil Bad Godesberg so schwer geschlagen und getreten haben soll, dass dieser starb. Der Tatverdächtige bestreitet die Vorwürfe. Die Polizei fahndet weiterhin nach Mittätern. Mehrere Verdächtige und deren Alibis würden derzeit überprüft, sagte der Polizeisprecher.

dpa/RND

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