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Ministerin wird für das Glück verantwortlich

Vereinigte Arabische Emirate Ministerin wird für das Glück verantwortlich

Für das Glück in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll künftig eine junge Frau zuständig sein: Die 29-jährige Ohud Chalfan wurde zur ersten Glücksministerin des Landes ernannt. Aber nicht alle freuen sich darüber.

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Ohoud Al Roumi ist die neue Glücksministerin der Vereinigten Arabischen Emirate.

Quelle: Wam/Twitter

Abu Dhabi. In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll künftig eine Ministerin das Glück in der Bevölkerung mehren. Ohud Chalfan wurde der staatlichen Nachrichtenagentur Wam zufolge am Mittwoch zur ersten Glücksministerin des Landes ernannt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten leben mehr als fünf Millionen Menschen.

Politik soll modernisiert werden

Glück sei in dem ölreichen Staat nicht nur ein Wunsch, sagte Ministerpräsident Mohammed bin Raschid al-Maktum über Twitter. Es werde Projekte und Programme geben, um die die Menschen im Land glücklicher zu machen. Dies werde auch Bestandteil der Arbeit aller Teile der Regierung sein. Die Politiker seines Landes sollten in die Zukunft schauen und innovativ sein, erklärte der Ministerpräsident. Mehr Gemeinnützigkeit und Gerechtigkeit sollen direkt durch das neue Kabinett vorangetrieben werden.

Zeitgleich starteten im Kabinett des Golfstaats sieben weitere neue Minister – darunter vier Frauen. Die jüngste von ihnen soll das Jugendministerium leiten. Die frisch ernannte Jugendministerin ist die 22-jährige Oxford-Absolventin Schamma Suhail.

Ganz so positiv wie erhofft, sind die Bemühungen al-Maktums das Land moderner zu machen, nicht angenommen worden. "Ihre Exzellenz, der Ansatz ist gut, aber sie können kein Glück in Ihrem Land fordern und Elend in Ägypten, Syrien und Jemen fördern", schriebt Twitter-Nutzer Farooq Sumar.

Glücksministerien auch in anderen Länder

Das neue Glücksministerium der Vereinigten Arabischen Emirate ist aber nicht so einzigartig, wie es sich anhört. Auch andere Staaten wollen ihren Bürgern mit politischen Mitteln zu mehr Glück verhelfen:

  • Venezuela hat bereits 2013 ein Ministerium für soziales Glück eingerichtet. Obwohl oder vielleicht gerade weil die Hauptstadt Caracas als die gefährlichste Stadt der Welt gilt. Das ministerium ist für Programme zur Armutsbekämpfung und Wirtschaftliche Entwicklung zuständig.
  • Auch Ecuador sorgt sich für das "gute Leben" seiner Bürger. Seit Juni 2013 ist Freddy Ehlers Juni 2013 Staatssekretär für "Buen Vivir".
  • Das südasiatische Königreich Buthan misst seit 1970 das Wirtschaftswachstum des Landes nicht in Zahlen, sondern in einem Glücks-Index.

dpa/abr

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