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So benennen Sie einen Sturm nach sich

Verkauf von Wetterpatenschaften für 2016 So benennen Sie einen Sturm nach sich

Wer seinen eigenen Namen auf einer Wetterkarte sehen will, kann dafür eine Patenschaft übernehmen. Er kann sie auch verschenken – dann heißt ein Hochdruckgebiet im nächsten Jahr vielleicht wie der Ehemann.

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Ausläufer des Tiefs "Alexandra" ziehen 2014 über ein Feld in der Region Hannover hinweg: Der Verkauf von Wetterpatenschaften für 2016 startet.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Berlin. In wenigen Tagen startet an der Freien Universität Berlin wieder der Verkauf von Wetterpatenschaften. "Ab dem 16. September nehmen wir Anträge für Hoch- und Tiefdruckgebiete für 2016 an", sagte Daniela Schoster vom "Team Wetterpate" am Institut für Meteorologie. Im kommenden Jahr tragen die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen. Für das laufende Jahr seien noch Patenschaften für Tiefdruckgebiete zu vergeben. Gesucht würden Interessenten für die Anfangsbuchstaben "I", "Q", "V", "X", "Y" und "Z".

"Tiefs sind meteorologisch interessanter", sagte FU-Meteorologe Thomas Dümmel. "Bei einem Hoch ist das Wetter eher langweilig – trocken, gleichförmig und gut zu vorhersagen." Wer einen Wetter-Interessierten beschenken wolle, sollte ein Tief wählen, empfiehlt Dümmel. Schäden infolge von Unwettern gebe es nur bei einem relativ kleinen Prozentsatz.

Preis: Rund 355 Euro

Das Institut vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Die Wetterdienste und Medien veröffentlichen diese Namen, die auf zahlreichen Wetterkarten erscheinen. Begonnen wird am Anfang eines jeden Jahres immer mit dem Buchstaben "A". In alphabetischer Reihenfolge werden dann jeweils die Namen der Hochs und Tiefs veröffentlicht. Erfahrungsgemäß gibt es mehrere Runden. Bei Hochdruckgebieten seien es meist zwei Durchläufe und bei weniger beständigen Tiefs fünf Runden pro Jahr, sagte Schoster.

Durch den Verkauf der Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete unter www.wetterpate.de könne die studentische Wetterbeobachtung an der Station Berlin-Dahlem fortgesetzt werden. 2002 stand das Projekt vor dem Aus. Patenschaften für Hochdruckgebiete kosten rund 355 Euro. Der Preis für ein Tiefdruckgebiet liegt bei rund 236 Euro. Buchstaben für Hochs oder Tiefs, die keine Paten finden, werden bei Ebay versteigert. Momentan sei der Buchstabe "Q" in der Versteigerung. Das Anfangsgebot liegt bei einem Euro. Die Online-Auktion läuft noch bis zum 6. September.

Wenn sich auch bei Ebay kein Käufer finde, werde der Namen von den Studenten aus dem Projekt vergeben, sagte Schoster. Eine Patenschaft gilt als beliebtes und originelles Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen oder zu besonderen Anlässen. In diesem Jahr machten etwa die Hochs "Walburga" und "Annelie" Schlagzeilen: Sie brachten im Juni und im Juli heißes Sommerwetter.

Von Anja Sokolow

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