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Panorama Verschleppte Kinder in Feriendorf bei Füssen gesehen
Nachrichten Panorama Verschleppte Kinder in Feriendorf bei Füssen gesehen
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18:13 08.07.2011
Die von einem christlichen Fundamentalisten entführten Kinder aus Celle sind jetzt womöglich in Füssen im Allgäu gesehen worden. Quelle: dpa
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Celle

Zeugen wollen die vier von ihrem Vater ins Ausland verschleppten Kinder aus dem niedersächsischen Hermannsburg in der Nähe von Füssen im Allgäu gesehen haben. Der nicht sorgeberechtigte 37-Jährige soll sich vom 21. bis zum 24. Juni mit den Vier- bis Neunjährigen im Feriendorf Lechbruck aufgehalten haben, teilte die Celler Polizei am Freitag mit. Familien, die zur gleichen Zeit in dem bayerischen Urlaubsort waren, werden gebeten sich zu melden, um Verwechslungen auszuschließen. Gleichzeitig gibt es den Ermittlern zufolge Hinweise, dass sich der Vater mit den vier Kindern noch in Ägypten aufhält.

Der christliche Fundamentalist hatte seine zwei Söhne und zwei Töchter Ende April unter einem Vorwand bei seiner Ex-Frau abgeholt und sie zunächst nach Ägypten und dann in den Sudan verschleppt. Er wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die Ermittlungsbehörden gehen auch Hinweisen auf einen Aufenthalt in Ägypten nach, zumal den ägyptischen Behörden nach Angaben einer Polizeisprecherin kein Ausreisevermerk vorliegt. „Bitte helfen Sie, damit die verzweifelte Mutter nach mehr als zehn Wochen Gewissheit über den Aufenthalt ihrer vier Kinder bekommt“, heißt es in dem Fahndungsaufruf der Polizei.

Nach Zeugenbefragungen könnte der arbeitslose Krankenpfleger unterschiedliche Fahrzeuge benutzt haben. Die Polizei hält es für denkbar, dass sich der Gesuchte in Deutschland oder den angrenzenden Staaten aufhalten könnte. Seit Wochen wird mit internationaler Hilfe nach Jonas (9), Benjamin (7), Miriam (5) und Lisa (4) gesucht. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist in den spektakulären Fall von Kindesentzug eingeschaltet worden.

frx/dpa

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