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Verurteilter Vergewaltiger auf der Flucht

Bislang keine Spur Verurteilter Vergewaltiger auf der Flucht

Bei einem Ausgang in Köln entkommt ein verurteilter Sexualstraftäter. Der Mann wurde zwar von einem Justizvollzugsbeamten zur Toilette begleitet. Doch in einem unbeobachteten Moment gelang ihm die Flucht. Bislang gibt es keine Spur von dem 58-Jährigen.

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Sitzt seit 1999 in Sicherungsverwahrung: Die Polizei fahndet nach diesem flüchtigen Sexualstraftäter.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

Köln. Der bei einem Ausgang in Köln entkommene Straftäter ist weiter auf der Flucht. Noch immer werde nach dem unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilten Mann gefahndet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Der 58-Jährige war nach Informationen des NRW-Justizministeriums am Mittwoch seinen Aufpassern in einer Gaststätte bei einem Toilettengang entwischt.

Zwei Justizvollzugsbeamte seien mit dem 58-Jährigen in die Gaststätte nahe dem Kölner Dom eingekehrt, sagte ein Ministeriumssprecher. Einer von ihnen begleitete der Schilderung zufolge den Mann dann auf die Toilette, wo sich der Straftäter in eine Kabine begab. Der Beamte habe den Gang zur Toilette allerdings dann dazu genutzt, um sich selbst zu erleichtern. Von den Urinalen seien jedoch weder die Toilettenkabinen noch die Toilettentür einsehbar gewesen, so dass sich der Verurteilte unbemerkt davon habe schleichen konnten.

Flüchtiger besonders gefährlich

Der Flüchtige sei im Oktober 1991 zunächst für neun Jahre ins Gefängnis gekommen, hatte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch angegeben. Er sei einst wegen Raub, Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt worden. Anschließend kam er in die Sicherungsverwahrung, weil das Gericht ihn als besonders gefährlich eingeschätzt hatte. Untergebracht war er in einem Teil der Justizvollzugsanstalt Aachen. "Wir hoffen, dass der Mann zügig wieder eingefangen wird, bevor etwas passiert", sagte die Leiterin der JVA am Donnerstag.

Bei seinen ersten Ausführungen sei der Mann noch gefesselt gewesen, sagt ein Ministeriumssprecher - Grund zur Beanstandung habe es nicht gegeben. Die Flucht gelang ihm nun beim neunten Ausflug ohne Fessel. In der JVA soll er unauffällig gewesen sein. Er habe in der Kammer der JVA gearbeitet und etwa geholfen, die Wäsche zu verwalten, sagt Blikslager. Zu einer Therapie sei er allerdings bislang nicht bereit gewesen.

Der 58-Jährige ist nach Angaben der Polizei fast 1,90 Meter groß, schlank und hat einen Oberlippenbart. Am Tag seiner Flucht trug er schwarze Springerstiefel, eine khakifarbene Hose und einen blauen Bundeswehrpullover mit einer hellblauen Weste. Wer den Mann sehe, solle ihn nicht ansprechen, sondern den Notruf wählen, hieß es in einer Mitteilung zur Fahndung.

dpa

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