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Viel Verwirrung im Ferch-Prozess

Prügelei nach Wiesn-Besuch Viel Verwirrung im Ferch-Prozess

Eigentlich hatte die Richterin gehofft, am Mittwoch das Urteil im Prozess um eine Prügelei mit Schauspieler Heino Ferch zu sprechen. Doch der Prozess zieht sich in die Länge. Es geht um fliegende Eiswürfel und die Frage, ob Ferch Links- oder Rechtshänder ist.

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Heino Ferch im vergangenen Jahr mit seiner Frau Marie-Jeanette auf dem Oktoberfest. Auf dem Heimweg wurde der Schauspieler in einem Münchner Club zusammengeschlagen.

Quelle: Felix Hörhager/dpa

München. Der Prozess um eine Prügelei mit Heino Ferch ist ins Stocken geraten. Der Schauspieler hatte zwar vor Gericht angegeben, Rechtshänder zu sein. Doch die Verteidigung der Angeklagten glaubte ihm das nicht. Sie legte zum Gegenbeweis ein Bild vor, das zeigt, wie Ferch als Linkshänder einen Golfschläger hält.

Um die Frage zu klären, wurden weitere Verhandlungstermine angesetzt. Dabei soll Ferch eine Schriftprobe abgeben. Ursprünglich hatte die Richterin gehofft, am Mittwoch das Urteil zu sprechen. Die Frage, ob Links- oder Rechtshänder, ist aus Sicht der Verteidigung wichtig für den Tathergang.

Angeklagte machen keine Aussage

Zwei Männer stehen nach der Schlägerei in einem Münchner Club vor einem Jahr wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht München. Ihnen wird vorgeworfen, den Schauspieler geschlagen, getreten und damit verletzt zu haben. Beide äußerten sich vor Gericht nicht selbst zur Sache.

Einer der beiden hatte nach Angaben seines Anwalts aber selbst eine Anzeige gegen Ferch erwogen. In einem Entwurf für die Anzeige, die vor Gericht verlesen wurde, gibt er an, der Schauspieler habe die Freunde provoziert, mit Eiswürfeln beworfen und zuerst zugeschlagen.

Nicht mehr ganz nüchterne Zeugen

Die Fortsetzung der Beweisaufnahme gestaltete sich am Mittwoch generell schwierig – vor allem, weil die Zeugen, die den Vorfall in dem Club beobachtet haben, selbst nicht mehr ganz nüchtern waren. Es war Oktoberfestzeit in München.

Als nächster Verhandlungstermin wurde der 14. Oktober angesetzt. Dabei sollen allerdings nur Dokumente verlesen werden. Für den 2. November ist Ferch geladen, um eine Schriftprobe abzugeben. An dem Tag soll auch das Urteil fallen.

Die Überlegung einiger Verfahrensbeteiligter, Ferch noch am Mittwoch vor Gericht zu laden und schreiben zu lassen, um den Prozess schneller zu Ende zu bringen, wurde abgelehnt. Einer der Verteidiger hatte für 17 Uhr einen Tisch in einem Oktoberfestzelt reserviert.

dpa

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