Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Viele Tote nach Erdrutsch befürchtet
Nachrichten Panorama Viele Tote nach Erdrutsch befürchtet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 21.12.2015
Das Unglück hatte sich am Sonntagmittag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt Shenzhen ereignet. Quelle: afp
Anzeige
Peking

Einen Tag nach dem Abrutschen eines gewaltigen Schuttberges auf Fabriken und Arbeiterwohnungen in China werden viele Tote befürchtet. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, lag die Zahl der Vermissten am Montagabend bei mindestens 85. Zwischenzeitlich war auch die Zahl 91 genannt worden.

Geringe Überlebenschancen

Obwohl die Menge der Retter auf 2900 fast verdoppelt wurde, konnten die Helfer laut dem Staatssender CCTV über Nacht nur sieben Menschen lebend bergen. Damit seien nach dem Unglück in der südchinesischen Stadt Shenzhen insgesamt 13 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden, davon 3 mit lebensgefährlichen Verletzungen, hieß es am Montag.

Zur Galerie
Nach dem Abrutschen eines gewaltigen Schuttberges auf Fabriken und Arbeiterwohnungen in China werden viele Tote befürchtet.

Nach Regenfällen war am Sonntag ein Berg mit ausgehobener Erde und Bauschutt auf einen Industriepark gerutscht. Berichte über bestätigte Tote gab es weiter nicht. Die Feuerwehr teilte jedoch mit, dass mögliche Hohlräume unter den Trümmern und Erdmassen äußerst klein seien – und die Überlebenschancen der Verschütteten damit gering waren.

Meterhoher Schlamm

Mindestens 33 Gebäude waren vom Erdrutsch betroffen, berichtete Shenzhens stellvertretender Bürgermeister Liu Qingsheng am Montag. Auch eine Gaspipeline sei von den Erdmassen getroffen worden und explodiert. Der Schlamm türme sich bis zu zehn Meter hoch, hieß es. Fotos zeigten eine mit rotem Schlamm und Geröll bedeckte, riesige Fläche, auf der Rettungskräfte mit Baggern arbeiteten.

Behörden teilten mit, der Schutthaufen sei "zu hoch" und "zu steil" gewesen und deshalb durch Regenfälle instabil geworden. Der Bauschutt war von Arbeitern in mehr als zwei Jahren an einem etwa 100 Meter hohen Hügel angehäuft worden. Anwohner kritisierten, das Unglück wäre zu verhindern gewesen, wenn die Behörden etwas gegen den Müllberg unternommen hätten.

Ob Regeln beim Aufschütten der Schutthalde missachtet wurden, war zunächst nicht bekannt. In China kommt es immer wieder zu Unfällen mit vielen Toten, weil Sicherheitsregeln nicht beachtet werden. Erst im Sommer war in der nordostchinesischen Hafenstadt Tianjin ein Chemielager explodiert. Mehr als 170 Menschen kamen ums Leben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer an Weihnachten in den Urlaub oder zur Familie fahren möchte, sollte mehr Zeit einplanen: ADAC und ACE prognostizieren schon ab Dienstag Staus auf vielen Autobahnen in Deutschland.

21.12.2015

Nach einem falschen Bombenalarm auf einem Air-France-Flug sind Passagiere und Crew am Montag wohlbehalten in Paris angekommen. Ein früherer Polizist wurde nach der Landung festgenommen.

21.12.2015

"Guten Morgen, hier ist Uli Hoeneß", begrüßte der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Ex-FC-Bayern-Chef die hörbar überraschten Moderatoren einer Radiosendung. Hoeneß hat bei einer vorweihnachtlichen Aktion 10 000 Euro gespendet.

21.12.2015
Anzeige