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Viele Tote nach Schiffsunglück auf der Wolga

Russland Viele Tote nach Schiffsunglück auf der Wolga

Nach der schweren Schiffskatastrophe mit vermutlich etwa 100 Toten auf dem russischen Fluss Wolga bergen Taucher immer mehr Leichen. Unter den Toten sind nach Angaben von Überlebenden auch viele Kinder. Etwa 80 der mehr als 180 Menschen an Bord waren am Sonntag gerettetet worden.

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Der russische Fernsehsender NTV zeigte ein Archivbild der "Bulgarien". Das Schiff ist auf der Wolga havariert.

Quelle: dpa

Moskau . Eine Vielzahl der Leichen sei am Morgen im Inneren des Schiffswracks gefunden worden - in den Kajüten, aber auch im Restaurant und in der Bar des Ausflugsschiffs „Bulgaria“. Das teilte der russische Zivilschutz nach Angaben der Agentur Interfax am Montag mit. Etwa 80 der mehr als 180 Menschen an Bord waren am Sonntag gerettetet worden.

Das mehr als 50 Jahre alte Ausflugsschiff „Bulgaria“ war am Nachmittag bei einem schweren Unwetter drei Kilometer vom Ufer entfernt gesunken. Nach ersten Erkenntnissen gehen Ermittler davon aus, dass der Kapitän zu viele Passagiere an Bord und die Wettervorhersagen missachtet hatte. Die Behörden gehen Hinweisen nach, wonach etwa 200 Menschen auf der „Bulgaria“ reisten.

Taucher suchten die ganze Nacht hindurch bei extrem schlechter Sicht im Wasser von weniger als einem Meter nach Opfern des Unglücks. Medien in Moskau sprachen von einer Tragödie. Hunderte Helfer waren im Einsatz. Überlebende erhielten psychologische Betreuung. Das nachfolgende Kreuzfahrtschiff „Arabella“ hatte Dutzende Menschen von der sinkenden „Bulgaria“ gerettet. Am späten Sonntagabend war zunächst nur von zwei Toten die Rede gewesen.

Die „Bulgaria“ war bei Sjukejewo etwa 80 Kilometer von Kasan - der Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan - entfernt gesunken. Das Schiff mit zwei Decks ging nach Augenzeugenberichten bei dem Unwetter innerhalb weniger Minuten unter. An der Unglücksstelle ist die Wolga den Angaben zufolge am breitesten und etwa 20 Meter tief. Das Schiff des Reiseanbieters „Agroretschtur“ war nach Medienberichten um 1955 in der damaligen Tschechoslowakei gebaut worden.

kas/dpa

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Foto: Rettungskräfte suchen auf der Wolga nach Überlebenden.

Das Unglück geschah dort, wo die Wolga am breitesten ist: Nach dem Untergang eines Ausflugsschiffs mit 188 Menschen an Bord haben die russischen Behörden am Sonntag jede Menge Rettungskräfte entsandt. Aber sie sprachen zunächst nur von einer Toten.

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