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LKW-Fahrer wegen Tod zweier Polizisten vor Gericht

Tödlicher Unfall in Paderborn LKW-Fahrer wegen Tod zweier Polizisten vor Gericht

Die beiden Autobahn-Polizisten hatten keine Chance: Ungebremst krachte ein Lastwagen mitten in der Nacht gegen ihren Streifenwagen. Ein Gericht muss jetzt klären, wie es zu dem Unfall bei Paderborn kam. Verantworten muss sich ein 34-Jähriger aus Bramsche bei Osnabrück.

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Der ausgebrannte Polizeiwagen nach dem Zusammenstoß.

Quelle: Marc Köppelmann/dpa

Paderborn. An ihrem Arbeitsplatz Autobahn endete das Leben zweier Polizisten im Sommer 2015. Ein Lastwagen krachte gegen das am Randstreifen stehende Fahrzeug der beiden Beamten. Eine Frau und ein Mann starben in dem völlig zerstörten, brennenden Wrack. Jetzt muss sich der Fahrer, ein 34 Jahre alter Mann aus Bramsche bei Osnabrück, vor dem Landgericht Paderborn wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Das Gericht will den Fall am Dienstag aufrollen und voraussichtlich noch am selben Tag ein Urteil sprechen. Für fahrlässige Tötung sieht das Gesetz eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Der 34-jährige Lkw-Fahrer soll bei seiner nächtlichen Fahrt Anfang Juli auf der Autobahn 44 bei Lichtenau südlich von Paderborn übermüdet gewesen sein. Dazu will das Gericht Gutachter hören.

Die Beamten im Alter von 46 und 51 Jahren standen mit ihrem Polizeiauto auf dem Standstreifen - mit angeschaltetem Blaulicht, Abblendlicht und Warnblinker. Dennoch erfasste sie der Lkw ohne jegliches Bremsmanöver. Der Fahrer blieb unverletzt. Die beiden Beamten hatten angehalten, um kurz nach Mitternacht auf eine andere Streife zu warten. Sie sollte die Kollegen bei der Kontrolle eines verdächtigen Autos unterstützen.

Der Tod der Männer löste bundesweit Trauer aus. Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich bestürzt. "Die bei dem Unfall getötete Polizistin und ihr Kollege waren erfahrene Autobahnpolizisten, die die in den letzten Jahren stark gestiegenen Gefahren auf den Autobahnen kannten und für ihr umsichtiges Verhalten bekannt waren. Aber sie hatten keine Chance", sagte der GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert. Die Polizei in Hagen veröffentlichte bei Facebook eine Traueranzeige. Zahlreiche Kollegen und Bürger drückten dort ihr Beileid aus. Streifenwagen fuhren mit Trauerflor.

dpa

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