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Mordurteil aufgehoben – wegen Rechenfehlers

Entscheidung des BGH Mordurteil aufgehoben – wegen Rechenfehlers

Ein Gericht verurteilt einen Mann wegen Mordes und Totschlags zu lebenslanger Haft. Aber dann verrechnet es sich und hält deshalb eine wichtige Frist nicht ein. Jetzt muss der Fall noch einmal neu verhandelt werden.

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Wegen eines Rechenfehlers des Landgerichts Köln muss ein Mordprozess komplett neu aufgerollt werden.

Quelle: Uli Deck/dpa

Köln. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil aus dem August 2015 auf, weil das Gericht nach Prozessende eine wichtige Frist nicht einhielt. Die Entscheidung des BGH wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Das Landgericht Köln hatte am 25. August 2015 einen Mann wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, eine Bekannte und deren Mutter mit einem Beil erschlagen zu haben.

Frist fast zwei Wochen überschritten

Das Urteil hätte am 10. November und nicht erst am 23. November 2015 zu den Akten gebracht werden müssen, erklärte der BGH zur Begründung. Das Landgericht Köln riss dieses Datum um fast zwei Wochen.

Die Frist, bis wann ein Urteil mit Stempel und Unterschrift bei den Akten sein müsse, berechne sich nach der Zahl der Verhandlungstage, sagte ein Kölner Gerichtssprecher. Dabei sei es zu einem "Rechenversehen" bei der zuständigen Kammer gekommen.

Nun muss der Fall neu verhandelt werden.

dpa/RND/wer

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