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Meteorologe: Weiße Weihnacht ist noch möglich

Deutscher Wetterdienst Meteorologe: Weiße Weihnacht ist noch möglich

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Zwar sieht der Deutsche Wetterdienst bisher keine meteorologischen Anzeichen für Schnee zu Heiligabend oder an den Feiertagen. Aber noch will der DWD eine weiße Weihnacht nicht ausschließen.

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Weiße Weihnacht: Statistisch gesehen stehen die Chancen dafür bundesweit schlecht.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Offenbach. "Es gibt beim Wetter immer wieder Überraschungen", sagte Meteorologe Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. Die Wahrscheinlichkeit für grüne Weihnachten liege aktuell bei 60 Prozent, ergänzte sein Kollege Andreas Friedrich. "Das heißt, die verbleibenden 40 Prozent können einen noch hoffen lassen, dass doch noch Schnee fällt."

Aber zuerst wird es wieder milder

Derzeit sei aber ein Wintereinbruch in Deutschland nicht in Sicht, "ganz im Gegenteil – in den kommenden Tagen bleibt die milde Witterung in Deutschland bestehen". Die Temperaturen klettern im Südwesten auf zweistellige Werte – am Donnerstag könnten es dort 15 Grad werden.

Regen, Nebel – und manchmal Sonne

Frost ist nur noch in der Nacht zum Mittwoch zu erwarten – und auch nur an den Alpen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und im äußersten Osten Deutschlands. In den folgenden Nächten wird es wieder milder. Bis zum kommenden Wochenende werde sich das Temperaturniveau halten, sagte Reinartz. Dazu gibt es immer wieder Regen und Nebel, die Sonne zeigt sich aber auch gelegentlich.

Erst im Lauf der Woche wollen die Meteorologen eine Weihnachts-Wetter-Prognose wagen. Am Montag waren die Unsicherheiten dafür noch zu groß.

dpa/epd/wer

Meteorologen sprechen von weißer Weihnacht, wenn eine geschlossene Schneedecke von mindestens einem Zentimeter liegt. Zuletzt gab es 1981 zwischen Nordsee und Alpen überall in Deutschland eine weiße Weihnacht an Heiligabend und den beiden darauffolgenden Feiertagen.

Im Jahr 2010 fehlte aber nicht viel: Nur am Morgen des 24. Dezembers hatte die Schneedecke im Südwesten noch Lücken, bis zur Bescherung am Heiligen Abend sorgte Neuschnee für eine Schneedecke in der gesamten Bundesrepublik.

Auf Grundlage der Wetteraufzeichnungen seit 1951 gibt es an der Nordseeküste sowie den Flussniederungen im Westen nur in 10 Prozent der Fälle Schnee über Weihnachten. In der norddeutschen Tiefebene liegt die Wahrscheinlichkeit bei maximal 20 Prozent. Nur in den Kammlagen der Mittelgebirge und in den Alpen ab 800 Meter Höhe ist statistisch gesehen das Gros der Feiertage weiß.

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