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Panorama Wetterchaos in den USA fordert fast 50 Tote
Nachrichten Panorama Wetterchaos in den USA fordert fast 50 Tote
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10:23 30.12.2015
Tornados zerstörten in Texas ganze Häuser. Quelle: dpa
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Jefferson City/London

Nach tagelangen schweren Unwettern in den USA richtet sich der Blick verstärkt auf die Bundesstaaten Missouri und Illinois im Mittleren Westen. Bei Überschwemmungen in Missouri kamen nach offiziellen Angaben bislang 13 Menschen ums Leben. Zwölf von ihnen seien gestorben, als Wassermassen ihre Fahrzeuge von Straßen spülten, teilte Gouverneur Jay Nixon am Dienstag mit. Er mobilisierte die Nationalgarde des Staates, um Gemeinden zu schützen und Rettungskräfte zu unterstützen.

Deichbruch am Mississippi

Nixon sprach von gefährlichen Überschwemmungen historischen Ausmaßes. Wegen heftiger Regenfälle und Überschwemmungen hatte Nixon am Sonntag in dem Bundesstaat den Ausnahmezustand ausgerufen. Hunderte Straßen waren gesperrt. Die Einwohner des Ortes West Alton wurden am Dienstag nach einem Deichbruch am Fluss Mississippi zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Der Nationale Wetterdienst erwartet bis Samstag Rekord-Hochwasser entlang des Mississippis in Missouri. Auf der anderen Seite des Flusses in Illinois mussten Insassen eines Gefängnisses im Ort Chester wegen der Überschwemmungen verlegt werden, wie der Sender NBC News berichtete. In Illinois kamen bislang mindestens fünf Menschen ums Leben.

Sturm fegt durch 20 Bundesstaaten

Laut CNN sind bei den US-Unwettern in den vergangenen sieben Tagen schätzungsweise 49 Menschen gestorben. Für mehr als 20 der 50 US-Bundesstaaten galt seit Montag eine Unwetterwarnung wegen eines Sturms, der sich von Texas im Süden bis nach Maine im Nordosten ausdehnte. Laut dem nationalen Wetterdienst musste am nördlichen Zipfel des Sturms mit bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden, während im Süden Eisregen und Gewitter erwartet wurden.

Auch mit weiteren Tornados müsse im Süden gerechnet werden, hieß es. Tornados, die normalerweise im Frühjahr in der Region wüten, hatten in Texas bereits am Samstag mindestens elf Menschen in den Tod gerissen. In Texas wurde auch mit Schnee gerechnet, nachdem dort am Wochenende noch 28 Grad Celsius gemessen wurden.

Australien: Krokodile greifen Hunde an

Bei Überschwemmungen im Norden Australiens müssen die Einwohner nicht nur die Fluten, sondern auch die Krokodile fürchten. Mit Hubschraubern retteten Helfer am Mittwoch etwa 60 Hunde in Nordaustralien vor den Reptilien. Die Krokodile waren mit dem Hochwasser in die überschwemmte Ortschaft Daly River gelangt und hatten bereits mehrere Tiere geschnappt, berichtete NT News am Mittwoch. Die Hunde wurde auf trockenes Gebiet geflogen.

Mitarbeiter der Tierschutzbehörde transportierten eine halbe Tonne Tierfutter nach Daly River, damit sollen zurückgebliebene Haustiere versorgt werden, berichtete ABC News. Etwa 400 Bewohner wurden ins 220 Kilometer entfernte Darwin in Sicherheit gebracht. Große Teile von Nordaustralien sind von Überschwemmungen betroffen, viele Straßen sind unpassierbar.

Bei Überschwemmungen im Norden Australiens müssen die Einwohner nicht nur die Fluten, sondern auch Krokodile fürchten. Lokalen Medien zufolge griffen die Reptilien gestrandete Hunde in der Gegend an.

(mehr dazu bei wetter.de)

Bei Überschwemmungen im Norden Australiens müssen die Einwohner nicht nur die Fluten, sondern auch Krokodile fürchten. Lokalen Medien zufolge griffen die Reptilien gestrandete Hunde in der Gegend an.

(mehr dazu bei wetter.de)

Strom bleibt weg, Brücke stürzt ein

Erneut hat ein Unwetter auch Großbritannien erfasst. Sturm "Frank" ist am Mittwochmorgen zunächst über Nordirland hinweggefegt. Rund 2000 Häuser blieben ohne Strom, auf dem Flughafen in Belfast mussten zeitweise Flüge verschoben werden. Doch vor allem die bereits vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Nordengland sowie Teile von Schottland und Wales müssen sich auf weitere schwere Regenfälle gefasst machen - es wäre die dritte Hochwasserwelle in diesem Monat. Nach tagelangem Regen ist in der Ortschaft Tadcaster in Yorkshire eine Brücke in den Fluss Wharfe eingestürzt. Zahlreiche Einwohner waren am Dienstagabend Augenzeugen des Unglücks. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk war aber bereits Tage zuvor für den Verkehr gesperrt worden.

Erst über Weihnachten hatten weite Landesteile im Norden Englands "Land unter" gemeldet, in Städten wie York und Leeds stand das Wasser zeitweise hüfthoch in den Straßen. 

dpa/afp

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