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Keine Hoffnung mehr für Bobbi Kristina

Whitney Houstons Tochter in Sterbe-Hospiz Keine Hoffnung mehr für Bobbi Kristina

Vor fünf Monaten wurde sie regungslos in ihrer Wohnung gefunden. Seitdem bangte die Familie um Bobbi Kristina Brown. Offenbar hat Whitney Houstons Tochter den Kampf um ihr Leben verloren: Ihre Tante ließ Bobbi Kristina Brown ins Sterbe-Hospiz verlegen.

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"Sie ist jetzt in Gottes Händen": Bobbi Kristina Brown (r.), die Tochter von Whitney Houston (Aufnahme von 2011), wurde in ein Sterbe-Hospiz verlegt.

Quelle: dpa

Atlanta. Bobbi Kristina Brown (22), die einzige Tochter der vor drei Jahren gestorbenen Sängerin Whitney Houston, ist in ein Sterbehospiz verlegt worden. "Trotz großer medizinischer Anstrengungen in verschiedenen Einrichtungen hat sich der Zustand von Bobbi Kristina Brown immer weiter verschlechtert", teilte die Familie der 22-Jährigen am Mittwoch (Ortszeit) in einer Erklärung mit. "Sie wurde heute in ein Hospiz verlegt. Wir danken allen für ihre Unterstützung und ihre Gebete. Sie ist nun in Gottes Hand", hieß es in der Erklärung ihrer Tante, Pat Houston.

Brown stammt aus Houstons turbulenter Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown. Sie wurde am 31. Januar von ihrem Freund Nick Gordon reglos in einer Badewanne in ihrem Haus in Atlanta gefunden. Die Umstände des Vorfalls blieben ungeklärt. Sie wurde an lebenserhaltende Apparate angeschlossen.

Ärzte: Irreversible Gehirnschäden

Über Wochen hatten die Familien von Bobby Brown und Whitney Houston widersprüchliche Angaben über den Gesundheitszustand der jungen Frau veröffentlicht. Zuletzt hatte ihre Großmutter Ende April erklärt, ihre Enkelin befinde sich nicht mehr im künstlichen Koma, zeige aber keine Reaktionen. Laut Ärzten habe sie "irreversible" Gehirnschäden.

Browns Mutter Whitney Houston war im Februar 2012 im Alter von 48 Jahren tot in der Badewanne aufgefunden worden - in einem Hotel in Los Angeles am Vorabend der jährlichen Verleihung der Grammy Awards. Laut Gerichtsmedizin führten bei ihr eine Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol in Verbindung mit einer Herzerkrankung zum Tod durch Ertrinken, offiziell wurde der Tod als Unfall eingestuft.

Die mit Hits wie "I Will Always Love You" und dem Film "Bodyguard" weltberühmt gewordene Whitney Houston verkaufte zu Lebzeiten mehr als 170 Millionen Platten, kämpfte aber lange mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen.

dpa / afp

Der Leidensweg von Bobbi Kristina Brown

11. Februar 2012: Die Pop-Diva Whitney Houston ("I Wanna Dance With Somebody", "I Will Always Love You") wird leblos in der Badewanne eines Hotelzimmers in Beverly Hills (Los Angeles/Kalifornien) gefunden

4. April 2012: Das Obduktionsergebnis ergibt, dass die herzkranke Houston in sehr heißem Badewasser ertrunken ist und Spuren von Kokain im Körper hatte. Ihr Tod war ein Unfall. Die Polizei stellt später die Ermittlungen ein: Es gibt keine Hinweise auf ein Verbrechen.

31. Mai 2012: R&B-Sänger Bobby Brown sagt in einem Interview, er sei überzeugt, dass seine Tochter Bobbi Kristina Brown nicht die gleichen Fehler machen werde wie ihre Mutter.

25. Januar 2014: Whitney Houstons Mutter Cissy sorgt sich um ihre Enkelin. Diese komme mit dem Tod ihrer Mutter nicht gut klar. Bobbi Kristina war zweimal wegen hysterischer Anfälle und völliger Erschöpfung ins Krankenhaus gebracht worden.

31. Januar 2015: Bobbi Kristina Brown wird in der Badewanne ihres Hauses in Roswell bei Atlanta (US-Staat Georgia) regungslos aufgefunden. Im Krankenhaus wird sie in ein künstliches Koma versetzt.

6. Februar 2015: Die Behörden gehen nach ersten Ermittlungen von einem medizinischen Vorfall aus. Die Umstände bleiben aber ungeklärt.

21. April 2015: Bobbi Kristina hat dem Anwalt ihres Vaters zufolge eine Reha-Behandlung begonnen. Cissy Houston sagte Ende April, die 22-Jährige sei nicht mehr im künstlichen Koma, zeige aber keine Reaktionen. Laut Ärzten habe sie "irreversible" Gehirnschäden.

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