Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Wie andere noch immer von Michael Jacksons Tod profitieren

Toter Popstar, lukrativer Popstar Wie andere noch immer von Michael Jacksons Tod profitieren

Michael Jackson war hochverschuldet, als er starb. Durch seinen Tod machen andere noch zwei Jahre danach viel Geld. An diesem Wochenende, an seinem zweiten Todestag, wird Michael Jacksons knallrote Lederjacke, die der Popstar in seinem „Thriller“-Video trug, in Beverly Hills versteigert. Das Auktionshaus Julien’s Auctions rechnet mit 200.000 bis 400.000 Dollar.

Voriger Artikel
George Clooney ist wieder zu haben
Nächster Artikel
Starkes Erdbeben erschüttert Japan

Für Jacksons Todestag rechnen Auktionshäuser und Helikopterfirmen mit guten Geschäften.

Quelle: dpa

Auch eine Helikopterfirma nahe Santa Barbara profitiert vom Tod des „King of Pop“. Channel Islands Helicopters bietet Rundflüge über Jacksons frühere Neverland-Ranch an. „Wir haben schon mehr als 100 Anmeldungen von Fans aus acht Ländern und von drei Kontinenten“, freut sich der Marketingchef Sean Casey. Umgerechnet 120 Euro kostet der halbstündige Flug. 15 Minuten würden sie über dem verlassenen Anwesen kreisen, danach könnten die Fluggäste über einer Bergspitze Blumen und Briefe zum Gedenken an den Star abwerfen.

Wie vor einem Jahr werden sich auch an diesem 25. Juni Fans am Eingang des Forest Lawn Friedhofs in Glendale nahe Los Angeles versammeln. Das prunkvolle Mausoleum selbst, in dem Jackson bestattet wurde, ist nur für Verwandte und Bekannte zugänglich. Auch in Gary, einem Vorort von Chicago, werden Dutzende trauernde Fans vor dem Haus erwartet, in dem Jackson aufgewachsen war.

Pünktlich zum zweiten Todestag bringen sich auch die Geschwister wieder ins Gespräch. Jermaine Jackson sagte dem US-Sender CNN in dieser Woche, dass die Brüder wieder als The Jackson Five auf Tour gehen wollten. „Michael würde sich wünschen, dass wir weitermachen“, spekulierte er. Schwester LaToya wiederholte Spekulationen um den Tod ihres Bruders. Michael habe um sein Leben gefürchtet, sagte sie in mehreren US-Talkshows. Sie sei fest davon überzeugt, dass er ermordet wurde, und verwies auf ihr neue Autobiografie.

Der letzte Akt in dem Justiz-Thriller um Jacksons Tod steht noch bevor. Sein früherer Leibarzt, Herzspezialist Dr. Conrad Murray, ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach mehreren Verzögerungen soll der Prozess im September beginnen. Jackson starb an einer „akuten Vergiftung“ mit dem Narkosemittel Propofol. Murrays Anwälte deuteten an, dass der schlaflose Sänger ohne Wissen des Arztes selbst zu den Mitteln griff und so ums Leben kam.

Der Rummel um Jackson reißt nicht ab. Im Dezember wurden in Paris bis dahin unbekannte Fotos des Sängers für knapp 200.000 Euro versteigert. Gleichzeitig eroberte das erste posthum veröffentlichte Album auf Anhieb die Spitze der deutschen Charts. Auf der CD „Michael“ wurden zehn unfertige Lieder von verschiedenen Musikern und Produzenten aufbereitet. Seine Erben, Gläubiger, Nachlassverwalter und Plattenmanager profitieren weiter. Im Februar rechnete der Internetdienst „TMZ.com“ vor, das Jacksons Tod Hunderte Millionen Dollar einbrachte. Die Gerichtsakten für seine Rechteverwalter würden einen Betrag von 310 Millionen Dollar (etwa 215 Millionen Euro) ausweisen. Allerdings hatte der 50-Jährige zum Zeitpunkt seines Todes auch

400 Millionen Dollar Schulden. Jacksons Nachlassverwalter hätten inzwischen etwa 159 Millionen Dollar zurückgezahlt.

Barbara Munker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Initiative

Tausende Michael-Jackson-Fans haben sich einer Internet-Initiative angeschlossen und fordern den Friedensnobelpreis für ihr Idol.

mehr
Mehr aus Panorama
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.