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Auch in Hamburg sexuelle Übergriffe auf Frauen

An Silvester Auch in Hamburg sexuelle Übergriffe auf Frauen

Während in Köln nach den massiven sexuellen Belästigungen von Frauen zu Silvester das Entsetzen groß ist, werden Berichte über ähnliche Vergehen in Hamburg bekannt: Auch in der Hansestadt wurden junge Frauen von Männergruppen in der Silvesternacht bedrängt und gejagt.

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Auf der Großen Freiheit auf St. Pauli sollen zu Silvester mehrere Männergruppen Frauen begrapscht haben.

Quelle: dpa/Archiv

Hamburg. Nach den Berichten über massive sexuelle Belästigungen von Frauen an Silvester in Köln sind Berichte über ähnliche Vergehen in Hamburg bekannt geworden. Auf der Großen Freiheit auf St. Pauli sollen mehrere Männergruppen Frauen begrapscht, eingekesselt und einige von ihnen ausgeraubt haben. Dies bestätigte die Polizei dem „Hamburger Abendblatt“ (Bezahlinhalt). Seit Silvester sind demnach sechs Anzeigen bei der Polizei eingegangen.

Laut einem Polizeisprecher haben die Täter den Frauen Handys, Papiere und Geld weggenommen. Es gehe um neun Delikte im Bereich der sexuellen Beleidigung sowie Raub und räuberischer Diebstahl. Die Täter sollen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren gewesen sein.

Es wird spekuliert, dass es auch in Hamburg weitere Opfer gibt, die sich bisher noch nicht gemeldet haben. Die bisher eingegangenen Anzeigen erfolgten nach Polizeiangaben von Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahre.

"Wie Vieh gejagt"

Laut Medienberichten soll die Art der Attacke den Vorfällen in Köln ähneln. Demnach sollen sich mehrere junge Männer in Gruppen versammelt, die Frauen umzingelt, bedrängt und ausgeraubt haben. „Einige Mädchen wurden wie Vieh gejagt. Das so etwas in Hamburg möglich ist, macht mich fassungslos. Da bekommt man Angst, auf dem Kiez zu feiern", berichtete eine junge Frau der "Bild"-Zeitung.

In Köln hatten sich am Silvesterabend auf dem Bahnhofsvorplatz etwa 1000 Männer versammelt, die laut Zeugen und offiziellen Polizeiangaben "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammen. Aus der Menge hätten sich Gruppen von mehreren Männern gebildet, sie sollen Frauen umzingelt, bedrängt und ausgeraubt haben. Konkreteres über die Täter weiß die Polizei nach eigenen Angaben nicht. Die Ermittler sprechen von Sexualdelikten in sehr massiver Form und einer Vergewaltigung. Die Zahl der Anzeigen ist mittlerweile auf 90 gestiegen. Seit Montag seien noch einmal 30 neue Anzeigen hinzugekommen, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Krisentreffen angesetzt

Kölns neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat für diesen Dienstag ein Krisentreffen angesetzt. Daran sollen unter anderem die Kölner Polizei, die Bundespolizei und Stadtdirektor Guido Kahlen teilnehmen, wie eine Stadtsprecherin sagte.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte zuvor scharf auf die Ereignisse reagiert. "Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen", zitierten der Kölner "Express" und der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag) den Minister. "Deshalb ist es notwendig, dass die Kölner Polizei konsequent ermittelt und zur Abschreckung Präsenz zeigt."

zys/dpa/epd

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