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Panorama Wildschwein stürmt Friseurladen
Nachrichten Panorama Wildschwein stürmt Friseurladen
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22:43 06.02.2019
Eine Spur der Verwüstung: Das blutende Tier randakierte im Friseurladen. Quelle: privat
Stahnsdorf

„Plötzlich stand ein riesiges, blutendes Wildschwein in meinem Salon“, sagt Hannelore Heinrich, Friseurmeisterin aus Stahnsdorf. Die 67-Jährige war gerade dabei, ihre Kunden zu bedienen, als es einen lauten Knall gab.

„Alles war voller Blut“

Das verletzte Tier hatte am Sonnabendvormittag die Salontür im brandenburgischen Stahnsdorf aufgestoßen und rannte quer durch den ganzen Laden. „Es hat die Stühle und den Wagen umgeschmissen. Alles war voller Blut“, sagt Inhaberin Hannelore Heinrich. Die Kunden, die noch im Laden saßen, harrten in Schockstarre aus.

Ein Kunde konnte die Tür öffnen, durch die das Wildschwein floh

Nach ein paar Minuten konnte ein Kunde dem Wildschwein die Tür öffnen, sodass es nach draußen über die Straße floh. „Wir haben alle einen Schock gehabt. Es war wirklich ein Horrortag“, sagt Hannelore Heinrich. „Wir mussten das Blut von den Wänden wischen und alles aufräumen.“ Den Laden konnte sie erst am Dienstag wieder öffnen. Verletzt wurde dabei niemand. Das Team alarmierte die Polizei, die einen Förster über das blutende Tier benachrichtigten.

Bereits in der Vergangenheit hatte das Thema Wildschweine die Region beschäftigt. Zu Beginn des Jahres rannte eine ganze Rotte mit mehr als 25 Tieren durch Kleinmachnow. Die Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow hatten zuletzt angekündigt, mit Pfeil und Bogen Jagd auf die Tiere zu machen.

Von Anne Knappe/MAZ

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