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Mittagessen löst Fehlalarm in AKW aus

Zwischenfall in Temelin Mittagessen löst Fehlalarm in AKW aus

In Tschechien hat ein Mann im Atomkraftwerk Temelin einen Fehlalarm ausgelöst, weil er einen Tag vorher Wildschweinfleisch gegessen hatte – es war kontaminiert.

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Das Atomkraft in Temelin: Nachdem ein Mann kontaminiertes Wildschweinfleisch gegessen hatte, schlugen Messgeräte an.

Quelle: Michael Heitmann/dpa

Temelin. Mitarbeiter im umstrittenen Atomkraftwerk Temelin in Tschechien sind bei der Zugangskontrolle auf ein ungewöhnliches Problem gestoßen: Bei einem Arbeiter einer Fremdfirma schlugen die hochempfindlichen Messgeräte für Radioaktivität an. "Am Ende kam heraus, dass er am Tag zuvor kontaminiertes Wildschweinfleisch aus dem Böhmerwald zu Mittag gegessen hatte", sagte AKW-Sprecher Marek Svitak am Freitag.

Der Arbeiter sei nicht in Gefahr, denn Grenzwerte seien nicht überschritten worden. Viele Wildschweine der Region sind den Behörden zufolge als Spätfolge des Reaktorunfalls in Tschernobyl vor 29 Jahren mit radioaktivem Cäsium belastet. Die Strahlensicherheitsbehörde in Prag sei über den Vorfall informiert worden, hieß es.

Umweltschützer aus Bayern und Österreich fordern seit langem die Abschaltung des Atomkraftwerks in Südböhmen, weil sie es für besonders störanfällig und gefährlich halten. Temelin ist rund 60 Kilometer von Deutschland und Österreich entfernt.

Von Michael Heitmann

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