Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Zahl der Komasäufer auf hohem Niveau
Nachrichten Panorama Zahl der Komasäufer auf hohem Niveau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 01.02.2013
Nach einer von der DAK-Gesundheit zusammengestellten Statistik bleibt das so genannte Koma-Saufen bei Kindern und Jugendlichen auf hohem Niveau. Quelle: dpa
Anzeige
Hamburg

Das sogenannte Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Während im Jahr 2011 im Westen mehr junge Leute als im Vorjahr bis zum Umfallen tranken, ging ihre Zahl in den meisten östlichen Bundesländern zurück. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Statistischen Landesämter für neun Bundesländer hervor, die die Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammengestellt hat. Insgesamt landeten 2011 mehr als 21 400 Komasäufer in diesen neun Ländern im Krankenhaus, wie DAK-Sprecher Rüdiger Scharf der Nachrichtenagentur dpa sagte - 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Kasse startete am Freitag die bundesweite Kampagne „bunt statt blau“. Der Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren geht bereits in die vierte Runde. Schirmherrin ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP). Auch mehrere Landesregierungen unterstützen die Aktion. Insgesamt hat die Kasse 11 000 Schulen zum Mitmachen eingeladen.

Die vorläufigen Daten zum Komasaufen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 20 Jahren, die nach dem Trinken in einer Klinik behandelt werden mussten. Bisher liegen Zahlen für Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen vor. Die endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für alle 16 Bundesländer werden in wenigen Wochen erwartet. 2010 waren laut DAK bundesweit knapp 26 000 Kinder und Jugendliche volltrunken in eine Klinik gekommen.

Am stärksten nahm die Zahl der jugendlichen Komatrinker nach den vorläufigen Daten in Rheinland-Pfalz (plus 10 Prozent), Hessen (plus 6) und Nordrhein-Westfalen (plus 4,3) zu. Bei den bisher ausgewerteten westlichen Bundesländern gab es nur in Baden-Württemberg ein leichtes Minus um 1,6 Prozent. Klare Rückgänge gab es dagegen in Mecklenburg-Vorpommern (27,5 Prozent) und Sachsen-Anhalt (21,5 Prozent). In Sachsen nahm die Zahl der Komasäufer minimal zu (plus 0,8 Prozent).

Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, erklärte: „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Komasäufer bundesweit auf hohem Niveau bleibt, auch wenn es in einigen Bundesländern eine positive Entwicklung gibt. Deshalb ist eine dauerhafte Aufklärung über die Gefahren des Rauschtrinkens wichtig.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vier Jahre nach dem Blutbad von Winnenden gibt es ein neues Urteil gegen den Vater des Amokläufers. Die Bewährungsstrafe wurde im zweiten Anlauf reduziert - doch es bleibt dabei: Der Vater von Tim K. muss dafür büßen, dass der Sohn seine Waffen benutzen konnte.

01.02.2013

Dass Rainer Brüderle sich für seine Bemerkungen gegenüber einer „Stern“-Reporterin entschuldigen sollte, meint eine große Mehrheit der Bundesbürger. Aber was versteht man eigentlich unter Sexismus? Und wer hat ihn schon selbst erfahren?

01.02.2013

Frankreichs Basken sind äußerst selbstbewusst. Sie haben ihre eigene Traditionen, ihre eigenen Lieder und sogar ihre eigene Sprache, völlig abgekoppelt von der französischen. Seit Donnerstag nun haben sie auch eine eigene Währung: den Eusko.

03.02.2013
Anzeige