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Bei Anschlag in Nizza sterben 84 Menschen

Attentat mit Lastwagen Bei Anschlag in Nizza sterben 84 Menschen

Am Abend des französischen Nationalfeiertags ist in Nizza ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Mindestens 84 Menschen sterben, darunter wohl auch Deutsche. Der Lkw-Fahrer wurde von der Polizei getötet. Frankreichs Präsident Hollande spricht von einem terroristischen Charakter der Tat.

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Eiswagen sind eine aussterbende Gattung

Bei den Feiern zum französischen Nationalfeiertag ist in Nizza ein Kleinlaster in eine Menschenmenge gerast. Der Fahrer wurde von der Polizei erschossen.

Quelle: EPA/FRANCK FERNANDES

Was wir bisher über den mutmaßlichen Anschlag von Nizza wissen:

  • In Nizza ist am Abend des französischen Nationalfeiertags ein Lkw in eine Menschenmenge gerast.
  • Mindestens 84 Menschen sind tot, Dutzende wurden verletzt.
  • Drei Deutsche - zwei Schüler und eine Lehrerin einer Berliner Schule - werden vermisst.
  • Der mittlerweile identifizierte Fahrer des LKW wurde von der Polizei erschossen.
  • In dem Fahrzeug wurde Waffen-Attrappen und eine Granate gefunden.
  • Präsident François Hollande spricht von einem terroristischen Charakter der Tat.

Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza mehr als 80 Menschen getötet worden.

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Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in der Hafenstadt Nizza mindestens 84 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve verletzt, als ein Lastwagen am Donnerstagabend auf einer Strecke von zwei Kilometern durch eine feiernde Menschenmenge auf der berühmten Uferstraße Promenade des Anglais raste.

Medienberichten zufolge brach Panik aus. Polizisten erschossen den Fahrer. Cazeneuve sprach von einem Terroristen, Präsident François Hollande von einem terroristischen Charakter der Tat.

Opfer offenbar auch beschossen

Dem Staatschef zufolge gab es bisher keine Hinweise auf Komplizen. Unter den Toten seien auch Kinder. "Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen", sagte er in Paris.

Vermutlich sind auch Deutsche unter den Opfern. Zwei Schülerinnen und eine Lehrerin einer Berliner Schule werden vermisst. Medienberichte, nach denen die beiden Schülerinnen und die Lehrerin tot sind, wurden offiziell nicht bestätigt.

Am Morgen berief Hollande eine Sitzung des für Sicherheit und Verteidigung zuständigen Kabinetts ein. Anschließend wollte er mit Ministerpräsident Manuel Valls nach Nizza reisen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Weltweit reagierten Politiker bestürzt auf den erneuten Anschlag in dem Land.

Die Promenade des Anglais ist eine der bekanntesten Flaniermeilen Europas. Der Zeitung "Nice Matin" und dem Regionalpolitiker Christian Estrosi zufolge sollen die Passanten nicht nur umgefahren, sondern auch beschossen worden sein.

Der Lkw-Fahrer wurde am Freitagmorgen formell identifiziert. Es handele sich um einen 31-jährigen Franko-Tunesier mit Wohnsitz in Nizza, dessen Ausweispapiere im Tatwagen gefunden wurden, verlautete am Freitag aus Polizeikreisen.

ARD-Reporter war Augenzeuge

Die Zeitung "Nice Matin" veröffentlichte Fotos von der Strandpromenade. Sie zeigen, wie bewaffnete Polizisten auf den Lkw zielen. Auf der Frontscheibe des Fahrzeugs sind zahlreiche Einschusslöcher zu sehen. Der Lastwagen sei mit Waffen beladen gewesen, sagte Estrosi dem Sender BFMTV.

Mittlerweile heißt, dass es sich vorwiegend um Attrappen handelte. In dem Lastwagen wurde aber auch eine funktionsunfähige Granate gefunden. Zudem war der Fahrer mit einer Pistole bewaffnet.

Der ARD-Journalist Richard Gutjahr war zufällig vor Ort. Im ARD-Nachtmagazin schilderte er, was er gesehen hat. "Ein LKW ist direkt an uns vorbei gefahren, nahm Fahrt auf und raste in die Menschenmenge." Er habe einen Schusswechsel gehört. "Ich kann nicht sagen, wer auf wen geschossen hat." Anschließend habe er auf der Straße "ein Dutzend lebloser Körper" gezählt.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet dringend dazu, den Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich zur Lageentwicklung über die Medien informiert zu halten.

Hollande will Ausnahmezustand verlängern

Hollande kündigte an, dass der seit den Anschlägen vom 13. November geltende Ausnahmezustand, der am 26. Juli beendet werden sollte, um drei weitere Monate verlängert werden soll. Das Parlament solle darüber in der kommenden Woche entscheiden. "Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht", sagte der Staatschef. Deswegen sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden.

Hollande kündigte eine Verstärkung der französischen Aktivitäten im Irak und in Syrien an. Dort beschießen französische Flugzeuge als Teil der internationalen Koalition Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Wiederholt das Ziel von Anschlägen

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hatte Frankreich am Donnerstag den Nationalfeiertag gefeiert. Für die traditionelle Militärparade auf dem Champs-Élysées in Paris waren rund 11.500 Sicherheitskräfte mobilisiert worden. Am Nationalfeiertag wird jedes Jahr der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses am 14. Juli 1789 gedacht, die als Beginn der Französischen Revolution gilt.

Frankreich ist erneut von einem schweren Anschlag getroffen worden: In Nizza tötete ein Angreifer Dutzende Menschen, als er mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge fuhr. Seit der Attacke auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Januar 2015 kommt Frankreich nicht zur Ruhe. Ein Überblick.

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Frankreich war wiederholt Ziel von Anschlägen. Bei islamistischen Attentaten waren im vergangenen Jahr 149 Menschen gestorben, davon 130 bei der Pariser Terrorserie am 13. November 2015. Während der kürzlich zu Ende gegangenen Fußball-Europameisterschaft hatte ein Mann, der sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, nahe Paris einen Polizisten und dessen Partnerin umgebracht. Das Turnier fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

dpa/afp/RND/wer

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Entsetzen, Trauer - und Solidarität: Weltweit bewegt der Anschlag mit einem LKW in Nizza die Menschen. EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach von einem"traurigen Tag für Frankreich, Europa und uns alle". "Genug", forderte die Komödiantin Amy Schumer unter dem Hashtag #PrayForNice.

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