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Polizei ist offenbar Serienmörder auf der Spur

Zerstückelte Leiche in Hessen Polizei ist offenbar Serienmörder auf der Spur

Die Polizei in Hessen hat offenbar einen Serienmörder überführt. Er soll mindestens fünf Prostituierte ermordet haben – und möglicherweise auch für den Tod eines 13-jährigen Jungen verantwortlich sein. Ermittler waren dem Mann erst nach seinem Tod auf die Spur gekommen.

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Im Haus eines verstorbenen Mannes in Hessen haben Polizeibeamte Fässer mit Leichenteilen in einer Garage entdeckt. Die Beweismittel könnten einen Serienmörder überführen.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Wiesbaden. Zwischen einer vor fast zwei Jahren in Schwalbach entdeckten zerstückelten Frauenleiche und in Frankfurt getöteten Prostituierten könnte ein Zusammenhang bestehen. Wie das Hessische Landeskriminalamt am Mittwoch mitteilte, wird nach Auswertung verschiedener Spuren wegen Serienmordes ermittelt.

Ungeklärte Morde seit 1971

Bei dem Opfer von September 2014 handelte es sich um eine drogenabhängige Prostituierte aus Frankfurt. Ihre Leiche war zerstückelt in einer Schwalbacher Garage gefunden worden, die einem im Ort lebenden Rentner gehörte. Der Mann starb im August 2014. Beim Ausräumen der Garage fanden seine Verwandten in zwei blauen Plastikfässern einen verwesten Kopf und weitere Leichenteile. Die Polizei geht davon aus, dass der Rentner für den Tod der Frau verantwortlich war.

Während der Ermittlungen begann die Polizei, den Tathergang mit anderen ungelösten Mordfällen in der Region zu vergleichen. Jetzt zeigt sich: Die Schwalbacher Tat ähnelt vier Morden an Prostituierten in Frankfurt aus den Jahren 1971, 1991 und 1993, die nie aufgeklärt wurden.

Fall Tristan Brübach zeigt Parallelen

Auch zum Fall Tristan Brübach hat die Polizei Verbindungen hergestellt. 1998 war der 13-jährige Junge in Höchst getötet worden, der Täter wurde nie gefunden. "Die Art, in der die Tat begangen wurde, ist wie ein Verhaltens-Fingerabdruck für uns", sagte ein Polizeisprecher. Wegen der besonderen Grausamkeit, mit der vorgegangen wurde, waren den Ermittlern Parallelen aufgefallen.

Für (den morgigen) Donnerstag ist im Hessischen Landeskriminalamt eine Pressekonferenz angesetzt, bei der neue Ermittlungsergebnisse vorgestellt werden sollen.

dpa/RND

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