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Panorama Frau versteckt Kokain in Brustimplantaten
Nachrichten Panorama Frau versteckt Kokain in Brustimplantaten
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16:41 09.03.2016
Drogenbanden finden immer neue Wege Kokain zu schmuggeln. Zuletzt in Brustimplantate. Quelle: dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Die 24 Jahre alte Kolumbianerin sei Ende Februar aus Bogota angekommen und habe nach Spanien weiterreisen wollen, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamts Frankfurt, Hans-Jürgen Schmidt, am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. In den Brüsten der Frau steckten zwei jeweils 500 Gramm schwere Implantate, gefüllt mit hochreinem Kokain als teigförmige Masse. "Dieses ist der erste Fall in Deutschland, bei dem in dieser Form Rauschgift im Körper geschmuggelt wurde", sagte Schmidt.

Die Implantate wurden bei einer Operation in der Frankfurter Uniklinik entfernt. Verdacht hatte die Bundespolizei bei der Einreisekontrolle geschöpft. Bei einer ersten körperlichen Durchsuchung der Frau, die als Erntehelferin in Kolumbien arbeitete und drei Kinder hat, seien frische Operationsnarben an der Brust festgestellt worden, sagte Schmidt. Während ihrer Vernehmung habe die 24-Jährige über Brustschmerzen geklagt.

Ärzte entfernten die rund 500 Gramm schweren Implantate, die mit hochreinem Kokain als teigförmige Masse gefüllt waren. Quelle: dpa

Bei einer Computertomographie zeigten sich die Implantate in der Brust. Das Kokain habe einen Wert von 50.000 Euro – durch Strecken wären auf dem Schwarzmarkt 200.000 Euro zu erzielen gewesen. Es sollte nach den Ermittlungen in Spanien wieder entfernt werden. Die Frau wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Drogenbanden finden immer neue Wege Kokain und ähnliche Substanzen zu schmuggeln. Die hohen Risiken tragen dabei immer die Boten. In Nordrhein-Westfalen wurde Anfang des Jahres ein Drogenkurier gefasst, der fast 150 Tütchen mit insgesamt 1,5 Kilo Rauschgift geschluckt hatte.

dpa

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