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Washingtoner Zoo feiert Geburt von Panda-Zwillingen

Smithsonian National Zoo Washingtoner Zoo feiert Geburt von Panda-Zwillingen

Überraschung im Doppelpack: Der Zoo von Washington feiert die Geburt von Riesenpanda-Zwillingen. Die Bärin Mei Xiang brachte am Samstagnachmittag (Ortszeit) zunächst ein Junges zur Welt und etwa fünf Stunden später ein zweites, wie die Verwaltung des Smithsonian National Zoo mitteilte. Der Zoo hatte im Vorfeld von nur einer erwarteten Geburt gesprochen.

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Mama-Bär: Mei Xiangs Gehege soll in den nächsten zwei Wochen für das Publikum gesperrt bleiben, um der frischgebackenen Mutter Ruhe zu gönnen.

Quelle: epa/Michael Reynolds

Washington (USA). Das erste winzige Jungtier wurde um 17.35 Uhr (Ortszeit, 23.35 Uhr MESZ) geboren. Das Kleine ist nur etwa so groß wie eine Maus und noch ohne Fell. Mei Xiang nahm das Panda-Baby zärtlich auf. Wenige Stunden später, um 22.07 Uhr Ortszeit, gebar die Panda-Dame ein zweites Jungtier, wie der Zoo über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. "Es scheint gesund", hieß es in der Mitteilung.

Zoodirektor Dennis Kelly hatte sich bereits nach der ersten Geburt begeistert gezeigt. Zwar sei das Junge sehr empfindlich, "aber wir wissen, dass Mei eine tolle Mutter ist", erklärte er. Kurz nach der Bekanntgabe der ersten Geburt brach offenbar die Live-Video-Übertragung aus dem Panda-Gehege zusammen, möglicherweise wegen einer Vielzahl an Zuschauern, wie der Zoo erklärte.

Mei Xiang war im April künstlich mit dem Sperma des in einer Panda-Forschungsstation in China lebenden Männchens Hui Hui sowie mit dem ihres Zoo-Mitbewohners Tian Tian befruchtet worden. DNA-Tests sollen später zeigen, wer der Vater der Jungtiere ist. Auch das Geschlecht der Kleinen ist noch nicht bekannt, es soll erst später untersucht werden. In den kommenden Tagen sind Untersuchungen der Neugeborenen geplant.

Mei Xiangs Gehege soll in den nächsten zwei Wochen für das Publikum gesperrt bleiben, um der frischgebackenen Mutter Ruhe zu gönnen. Überwachungskameras sollen Neugierigen jedoch einen Blick auf Mutter und Jungtiere ermöglichen.

Die Pandabärin hatte bereits 2005 ein Junges zur Welt gebracht, das nach China gebracht wurde. Vor zwei Jahren brachte Mei Xiang das Panda-Baby Bao Bao zur Welt - den heutigen Publikumsliebling der Zoobesucher. Wenige Stunden nach der Geburt hatte Mei Xiang zudem eine Totgeburt. 2012 gebar sie ebenfalls ein Junges, das aber nur sechs Tage überlebte.

Erst vor wenigen Tagen hatte eine Panda-Dame im Zoo von Malaysia ein Junges zur Welt gebracht. Riesenpandas sind sehr selten. Der Große Panda gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. In China leben staatlichen Medien zufolge noch 1864 Tiere in freier Wildbahn. Den als notorische Sexmuffel bekannten Tieren setzt der Verlust ihres natürlichen Lebensraums zu, deshalb spielt ihre Zucht in Gefangenschaft für das Überleben ihrer Gattung eine wichtige Rolle.

afp

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