Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Zwei Jungen sterben bei Feuer in Hessen
Nachrichten Panorama Zwei Jungen sterben bei Feuer in Hessen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:58 04.01.2015
Bei dem Feuer in Allendorf kamen zwei Kleinkinder ums Leben. Quelle: dpa
Anzeige
Allendorf/Gießen

Bei einem Brand am Wochenende in Hessen sind zwei Kinder gestorben, weitere Menschen wurden verletzt. Die beiden Jungen wurden bei einem Feuer in der Wohnung ihrer Großmutter in Allendorf bei Gießen tödlich verletzt, ihre Oma und zwei weitere Hausbewohner erlitten schwere Verletzungen.

Zur Galerie
Nach einem verheerenden Brand betreten Brandermittler ein Haus in Allendorf (Hessen). 

Die drei und fünf Jahre alten Brüder, die nach Einschätzung der Ermittler eine Rauchvergiftung erlitten, wurden schwer verletzt in Kliniken gebracht. Kurz darauf starben sie. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Mutter der Jungen mit den beiden bei der Oma zu Besuch. Sie sei zwischenzeitlich einkaufen gegangen und habe die Kinder in der Obhut der 64-Jährigen gelassen. "In der Zwischenzeit muss das passiert sein", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, Thomas Hauburger. "Das ist eine ganz tragische Sache."

Die Mutter, die laut Hauburger in Gießen wohnt, werde psychologisch und von Seelsorgern betreut. Die Großmutter wurde ebenso wie zwei andere Bewohner des zweieinhalbstöckigen Gebäudes schwer verletzt. Sie habe noch nicht befragt werden können, sagte Hauburger. Vorher müsse sich ihr Zustand stabilisieren. Die Großmutter habe unter anderem eine Rauchvergiftung erlitten, sagte Hauburger. Erste Angaben der Polizei, wonach die Frau am Samstag nicht mehr in Lebensgefahr schwebte, wollte er nicht bestätigen.

Brandherd lag vermutlich in der Wohnung der alten Dame

Auch mehrere Feuerwehrleute wurden nach dem Brand wegen leichter Rauchvergiftungen behandelt. Brandermittler nahmen noch am Samstag die Wohnung unter die Lupe. "Nach deren Erkenntnisstand gehen wir davon aus, dass der Brandherd in der Wohnung der alten Dame liegt", sagte der Staatsanwalt. Was das Feuer entfacht habe, sei aber nicht zu sagen. Anfang kommender Woche sollen Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) die Brandermittlungen übernehmen. Dann will die Staatsanwaltschaft auch entscheiden, ob die Kinder obduziert werden, um die Todesursache eindeutig feststellen zu können. Der Sachschaden geht in den sechsstelligen Bereich.

■ In Frankfurt retteten Feuerwehrleute einen bewusstlosen 76-Jährigen aus seiner brennenden Wohnung, er wurde wie drei weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Der Brand war vermutlich wegen eines defekten Elektrogerätes in der Küche des 76-Jährigen entstanden. Die Feuerwehr rettete insgesamt elf Menschen aus dem dreigeschossigen Gebäude, unter ihnen drei Kinder. Die Wohnung brannte völlig aus, das übrige Gebäude wurde durch Ruß so stark verschmutzt, dass es vorerst nicht bewohnbar ist.

■ Ebenfalls am Samstagmorgen brannte es im Ortskern von Bad Endbach in einem Mehrfamilienhaus. Die 42-jährige Bewohnerin der brennenden Wohnung wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht. Die weiteren 14 Bewohner mussten das Haus verlassen, sie kamen bei Verwandten und Freunden unter. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bisher sind bei der Untersuchung der ausgebrannten Fähre „Norman Atlantic“ keine weiteren Todesopfer entdeckt worden. Allerdings ist das seit Freitag im italienischen Brindisi liegende Schiff noch nicht komplett zugänglich.

03.01.2015

Der 51-jährige Frank Van Den Bleeken aus Belgien erhält bald aktive Sterbehilfe. Seit 30 Jahren sitzt der verurteilte Sexualstraftäter bereits in Haft. Er will sterben, weil er nicht ausreichend therapiert worden sei, sagt er. Und nicht weil er todkrank ist.

03.01.2015

Während zu Jahresbeginn im Norden vom Winter noch keine Spur zu sehen ist und statt dessen die Winterstürme zu einer Sturmflut in Hamburg geführt haben, ist es am Sonnabend in der Eifel zu einem Schneechaos gekommen.

03.01.2015
Anzeige