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Zyklon "Winston" verwüstet das Paradies

Fidschi-Inseln Zyklon "Winston" verwüstet das Paradies

Der schwerste Sturm, der seit Menschengedenken die Fidschi-Inseln traf, hat in der Nacht zu Sonntag Zerstörung und Tod ins Paradies gebracht. Zyklon "Winston" zog eine Schneise der Verwüstung.

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Ein "Monstersturm": Der schwerste Sturm seit Menschengedenken versetzte die Einwohner der Fidschis in Angst und hinterließ eine Schneise der Verwüstung.  

Quelle: dpa

Suva. Hunderttausende saßen stundenlang im Dunkeln, weil der Strom ausfiel. Der Regen prasselte ohne Unterlass, Orkanböen pfiffen und Wellblechdächer krachten mit lautem Getöse zu Boden. Die Einwohner tauften die Naturgewalt schlicht "Monstersturm". Mindestens fünf Menschen starben, das ganze Ausmaß ist aber noch nicht abzusehen.

"So etwas habe ich noch nie erlebt: Der Krach war beängstigend, als die Dächer und die Bäume samt ihren Wurzeln fortgerissen wurden", berichtet die Landesdirektorin der Hilfsorganisation Save the Children, Iris Low-McKenzie, aus der Hauptstadt Suva. Der Zyklon zog zwar mehr als 150 Kilometer weiter nördlich über den Inselstaat. Aber auch in Suva zeigte sich seine Zerstörungskraft. "Hier sind zahlreiche Bäume umgestürzt", sagt die Büro-Managerin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Kalpana Lal. "Es gilt noch eine Ausgangssperre, die Straßen sind wie leergefegt."

"Es ist beängstigend"

Emma und Ryan, ein junges Touristenpaar aus Australien, meldete sich beim australischen Sender SkyNews über Smartphone-Video. "Es ist beängstigend, aber was kann man tun?", sagte die junge Frau. Die beiden hatten gemäß Anweisung des Hotelmanagements im innen gelegenen Bad ihres Hotelzimmers ein Notlager mit Matratze, Wasser und Nahrungsmitteln eingerichtet. 750 000 Gäste besuchen die Inseln jedes Jahr, zwei Drittel von ihnen aus Australien und Neuseeland.

Was auf den kleineren, näher am Auge des Sturms liegenden Inseln passierte, war gestern noch gar nicht abzusehen. "Einige Dörfer berichten, dass alle Häuser zerstört sind", twittert Jone Tuiipelehaki vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP.

Etliche Menschen seien unter eingestürzten Dächern und Wänden eingeklemmt. Alle Schulen des Landes wurden für eine Woche geschlossen - viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Insgesamt wurden mehr als 750 derartige Unterkünfte eingerichtet. Darüber hinaus wurden sämtliche Flüge gestrichen.

Von Christiane Oehlrich

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