Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Zyklon "Winston" verwüstet das Paradies
Nachrichten Panorama Zyklon "Winston" verwüstet das Paradies
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:05 22.02.2016
Ein "Monstersturm": Der schwerste Sturm seit Menschengedenken versetzte die Einwohner der Fidschis in Angst und hinterließ eine Schneise der Verwüstung.   Quelle: dpa
Anzeige
Suva

Hunderttausende saßen stundenlang im Dunkeln, weil der Strom ausfiel. Der Regen prasselte ohne Unterlass, Orkanböen pfiffen und Wellblechdächer krachten mit lautem Getöse zu Boden. Die Einwohner tauften die Naturgewalt schlicht "Monstersturm". Mindestens fünf Menschen starben, das ganze Ausmaß ist aber noch nicht abzusehen.

"So etwas habe ich noch nie erlebt: Der Krach war beängstigend, als die Dächer und die Bäume samt ihren Wurzeln fortgerissen wurden", berichtet die Landesdirektorin der Hilfsorganisation Save the Children, Iris Low-McKenzie, aus der Hauptstadt Suva. Der Zyklon zog zwar mehr als 150 Kilometer weiter nördlich über den Inselstaat. Aber auch in Suva zeigte sich seine Zerstörungskraft. "Hier sind zahlreiche Bäume umgestürzt", sagt die Büro-Managerin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Kalpana Lal. "Es gilt noch eine Ausgangssperre, die Straßen sind wie leergefegt."

"Es ist beängstigend"

Emma und Ryan, ein junges Touristenpaar aus Australien, meldete sich beim australischen Sender SkyNews über Smartphone-Video. "Es ist beängstigend, aber was kann man tun?", sagte die junge Frau. Die beiden hatten gemäß Anweisung des Hotelmanagements im innen gelegenen Bad ihres Hotelzimmers ein Notlager mit Matratze, Wasser und Nahrungsmitteln eingerichtet. 750 000 Gäste besuchen die Inseln jedes Jahr, zwei Drittel von ihnen aus Australien und Neuseeland.

Was auf den kleineren, näher am Auge des Sturms liegenden Inseln passierte, war gestern noch gar nicht abzusehen. "Einige Dörfer berichten, dass alle Häuser zerstört sind", twittert Jone Tuiipelehaki vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP.

Etliche Menschen seien unter eingestürzten Dächern und Wänden eingeklemmt. Alle Schulen des Landes wurden für eine Woche geschlossen - viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Insgesamt wurden mehr als 750 derartige Unterkünfte eingerichtet. Darüber hinaus wurden sämtliche Flüge gestrichen.

Von Christiane Oehlrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Panorama Leichenfund auf Parkplatz - Junge Frau entführt und erschossen

Eine junge Frau ist in der Nähe von Ahaus durch Kopfschüsse getötet worden. Die 28-Jährige wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittler von einem Mann am Samstagabend abgepasst und gezwungen, mit ihrem Auto zu einem entlegenen Parkplatz zu fahren. Dort soll der 52-Jährige sein Opfer getötet haben.

21.02.2016

Bei dem Doppelanschlag in der zentralsyrischen Stadt Homs sind mindestens 46 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern bei den Explosionen in einem von der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnten Stadtteil waren wenigstens 28 Zivilisten, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag berichtete.

22.02.2016

Eine Lehrerin lächelt sich zum Sieg: Die 26-jährige Lena Bröder unterrichtete bisher katholische Religion. Als "Miss Germany" ist sie nun ein Jahr lang offiziell die schönste Frau der Republik - und sieht sich als Vorbild.

21.02.2016
Anzeige