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Panorama Verwegen bis in die Spitzen
Nachrichten Panorama Verwegen bis in die Spitzen
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20:04 08.06.2018
Pagenta, eine Mischung aus Purple (Lila) und Magenta (Rot-Blau) zählt diesen Sommer zu den Lieblingshaarfarben von trendbewussten Frauen. Quelle: iStockphoto
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Hannover

Zugegeben, so richtig sexy klingt das nicht: Pagenta. Wirkt fast ein bisschen altbacken, hölzern, wie der Verballhornung einer Telekom-Werbung entsprungen. Dabei ist Pagenta derzeit der letzte Schrei, zumindest wenn es um Haarfarben geht. Die Mischung aus Purple (Lila) und Magenta (Rot-Blau) zählt diesen Sommer zu den Lieblingstönen von trendbewussten Frauen.

Erfunden wurde Pagenta von der US-Friseurin Jamie Sea aus dem 30 000-Einwohner-Städtchen Cheshire im Herzen Connecticuts. Die Salonbesitzerin hat mit Pagenta einen Ton getroffen, der lila Haare wieder tragbar macht – und an Lila kommt man 2018 schließlich nicht vorbei.

Seit das Unternehmen Pantone den Ton Ultraviolett zur Farbe des Jahres gekürt hat, erhält in Mode und Design am liebsten alles einen lilafarbenen Anstrich. Violett stehe für Fantasie, für Spiritualität, für ein erweitertes Bewusstsein, sagen die Experten. Dinge, die vor allem in der heutigen, von wirtschaftlicher Ungleichheit und politischem Gezänk geprägten Welt gefragt seien.

Freihändig gepinselt: Pagenta wird nicht durchgängig aufgetragen, sondern in unterschiedlich intensiven Schichten ins Haar “gemalt“. Quelle: iStock

Tatsächlich entspringt auch der Griff zur Pagenta-Haarfarbe nicht einfach einer lila Laune. Frauen, die plötzlich mit lila-rot-blauem Schopf herumlaufen, bewiesen ein großes Maß an kreativem Mut, ihre ungewohnte Tönung zeuge von einer neuen Aufbruchstimmung, heißt es unter Stylisten und Coloristen. Mehr noch: Wer seine Haare in Pagenta färben lasse, den umwehe etwas geheimnisvoll Verwegenes, ein unbekümmertes Über-den-Dingen-Stehen, ein bis in die Haarspitzen gelebtes Laissez-faire.

Letzteres ist vor allem der speziellen Haarfärbetechnik geschuldet, die Jamie Sea an den Köpfen ihrer Kundinnen anwendet: der Balayage. Dabei wird der Farbton nicht flächig, sondern ab einer gewissen Höhe freihändig und in verschiedenen Lagen in die Haare gepinselt – oder besser gesagt: gefegt, denn balayer ist Französisch und bedeutet fegen.

Das Ergebnis wirkt deutlich natürlicher, die Ursprungsfarbe ist nicht völlig übertüncht, sondern schimmert immer wieder hervor, besonders am Haaransatz, der häufig überhaupt nicht gefärbt wird. Was wie rausgewachsen, fast schon ein bisschen ungepflegt aussieht, ist absolut gewollt.

Verwegen, verwaschen, verwunschen

Stars wie Sarah Jessica Parker, Alexa Chung oder Kate Beckinsale haben es vorgemacht, inzwischen sind tiefer Ansatz und helle Spitzen das Maß aller Dinge. Die Methode dabei variiert: Ist der Übergang zwischen dunkel und hell eher kantig, spricht man vom Ombré-Hair, ist er eher fließend, von Balayage. Den umgekehrten Farbverlauf von hell zu dunkel wiederum nennt man Two-Tone-Look.

Doch egal mit welcher Technik, das Wichtigste in diesem Sommer ist, dass die Haarpracht möglichst lässig, unbedacht, geradezu unperfekt daherkommt, selbst wenn mehrere Hundert Dollar oder Euro dafür auf den Tisch gelegt wurden. Nicht knallig und akkurat, sondern ein gutes bisschen verwegen, verwaschen, verwunschen soll es obenherum aussehen.

Kein Wunder also, dass im Kielwasser von Pagenta noch zwei weitere Farbtrends von sich reden machen, die eher mystisch wirken. Besonders Mutige etwa lassen sich die Locken in einem wilden Mix aus Dunkelblau, Grün und Lila färben. Mermaid-Hair (Meerjungfrauen-Haar) nennt sich dieser Stil, den man bereits an Popstars wie Katy Perry und Rita Ora beobachten konnte. Wer es hingegen lieblicher mag, greift zur Haarfarbe Peach, einer Mischung aus Rot, Orange und Rosa. Den frischen Pfirsichton trug zuletzt Paris Jackson zur Schau.

Von Sophie Hilgenstock

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