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13 Ausländer unter Terror-Opfern in Istanbul

Zahl der Toten steigt 13 Ausländer unter Terror-Opfern in Istanbul

Drei Selbstmordattentäter haben auf dem Atatürk-Airport in Istanbul Dutzende Menschen getötet, darunter auch eine Deutsche. Die Terroristen treffen den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die türkische Regierung sieht dennoch keine Sicherheitsmängel.

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Trauernde Angehörige: Durch den verheerenden Terroranschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul sind mehr als 40 Menschen gestorben.

Quelle: EPA/DENIZ TOPRAK

Istanbul. Unter den mehr als 40 Toten des verheerenden Terroranschlags auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul sind mindestens 13 Ausländer. 239 Menschen wurden verletzt, darunter nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt auch eine Deutsche.

Das Istanbuler Gouverneursamt teilte mit, die Zahl der Todesopfer bei dem Anschlag auf den größten Flughafen der Türkei am Vorabend sei auf 41 gestiegen. Zusätzlich kamen die drei Selbstmordattentäter ums Leben. 239 Menschen wurden verletzt. Die Regierung verdächtigte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Türkei verdächtigt den IS

Aus Regierungskreisen in Ankara hieß es, bei den getöteten Ausländern handele es sich um fünf Saudis, zwei Iraker, einen Tunesier, einen Usbeken, einen Chinesen, einen Iraner, einen Ukrainer und einen Jordanier. Deutsche sind nach dieser Auflistung nicht unter den Getöteten. Die Nationalität der Angreifer blieb zunächst unklar.

Nach dem verheerenden Terroranschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen ist der Luftverkehr am Mittwoch wieder aufgenommen worden. Erste Flüge von Turkish Airlines landeten am frühen Morgen. Reisende konnten auch wieder ins Terminal. Der Angriff sorgt allerdings für ein massives Chaos im Flugverkehr. Im Flughafengebäude sind schwere Explosionsschäden zu sehen. Durch die Explosionen wurden Kunststoffplatten der Deckenverkleidung heruntergerissen und Scheiben zersplittert.

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Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Mittwoch bei einem Besuch am Atatürk-Airport, erste Hinweise deuteten auf den IS als Urheber hin. Sicherheitsmängel am Flughafen schloss Yildirim aus. "Weder im Abflug- noch im Ankunftsbereich am Flughafen kann von einer Sicherheitslücke die Rede sein", sagte er.

Bisher kein Bekennerschreiben

Die türkische Polizei fahndet nach dem Hintermännern des Anschlags auf den größten Flughafen der Türkei. Bis zum frühen Mittwochmorgen bekannte sich keine Gruppierung zu der Tat. Yildirim sagte, nach ersten Erkenntnissen hätten die Angreifer zunächst das Feuer eröffnet und sich dann in die Luft gesprengt.

Aus türkischen Regierungskreisen hieß es, keiner der drei Selbstmordattentäter habe die Sicherheitsschleusen am Eingang des internationalen Terminals passiert. Augenzeugenberichte deuteten dagegen darauf hin, dass einer oder mehrere Angreifer auch in den Innenbereich des Terminals gelangten.

Wieder Flüge von Deutschland nach Istanbul

Der Luftverkehr auf dem Flughafen wurde inzwischen wieder aufgenommen, das Terminal wurde für Reisende geöffnet. Erste Flüge von Turkish Airlines landeten am frühen Morgen. Am Mittwoch gab es auch wieder Flüge aus Deutschland nach Istanbul.

Der Atatürk-Flughafen – der in etwa ein Passagieraufkommen wie der Airport Frankfurt/Main hat – liegt auf der europäischen Seite Istanbuls. Auf der asiatischen Seite der Millionenmetropole liegt der kleinere Flughafen Sabiha Gökcen.

Stornierungen möglich

Der Angriff sorgt allerdings für massives Chaos im Flugverkehr. Turkish Airlines strich für Mittwoch mehr als 340 Flüge. Die Airline bot allen Reisenden mit Buchungen vom oder zum Atatürk-Airport an, die Flüge kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. In der Nacht waren etliche Reisende vor dem Airport gestrandet, die vor der Attacke aus dem Terminal geflohen waren.

Selbstmordattentäter haben eines der wichtigsten Drehkreuze des internationalen Luftverkehrs ins Visier genommen und dabei Dutzende Menschen getötet. Die drei Täter sollen am Dienstagabend am Istanbuler Atatürk-Flughafen um sich geschossen und sich dann selbst in die Luft gesprengt haben.

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Nach Angaben der türkischen Rundfunkbehörde RTÜK verhängte ein Gericht in Istanbul eine Nachrichtensperre über den Anschlag. Betroffen seien "jede Art von Nachricht, Interview und Bilder vom Anschlagsort in den Druck- und visuellen Medien, den sozialen Medien und Internetmedien".

Krisentreffen in Ankara

Nach dem Anschlag kam der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara zu einem Krisentreffen mit Ministerpräsident Yildirim und Armeechef Hulusi Akar zusammen.

Nach Anschlägen in Istanbul: Das müssen Türkei-Urlauber jetzt wissen

In einer Mitteilung rief Erdogan die Welt und besonders westliche Staaten zum entschlossenen Handeln gegen die Terrorbedrohung auf. "Jeder soll wissen, dass die Terrororganisationen nicht unterscheiden zwischen Istanbul und London, Ankara und Berlin, Izmir und Chicago, Antalya und Rom."

"Wir stehen an der Seite der Türkei."

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich am Rande eines Fastenbrechens in Berlin mit Christen, Juden und Muslimen entsetzt. "Wir stehen an der Seite der Türkei." Auch die Regierungen der USA und Frankreichs verurteilten den Terrorangriff.

Bei einem IS-Selbstmordanschlag im Istanbuler Zentrum waren im Januar zwölf deutsche Urlauber getötet worden. Neben dem IS verübt auch die TAK – eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK – immer wieder Anschläge in türkischen Metropolen.

Vor drei Wochen erst waren bei einem Anschlag der TAK in Istanbuls Stadtmitte elf Menschen getötet worden. Dieses Attentat vom 7. Juni war der dritte schwere Anschlag seit Jahresbeginn im Zentrum Istanbuls.

Die TAK hat auch ausländische Urlauber vor Türkeibesuchen gewarnt. Im vergangenen Dezember hatte die Gruppierung einen Mörserangriff auf den Flughafen Sabiha Gökcen verübt.

dpa/RND

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