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31 US-Soldaten sterben bei Hubschrauberabschuss in Afghanistan

Rebellenangriff 31 US-Soldaten sterben bei Hubschrauberabschuss in Afghanistan

Hoher Blutzoll für die US-Truppen in Afghanistan: 31 Soldaten sind beim Abschuss eines Helikopters gestorben, auch 7 Einheimische sind dabei ums Leben gekommen. Die Taliban sagen, sie hätten den Hubschrauber vom Himmel geholt.

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Bei dem Hubschrauberabschuss kamen 31 Soldaten einer US-Spezialeinheit ums Leben.

Quelle: dpa

Kabul. Beim Absturz eines Hubschraubers in Afghanistan sind 31 Soldaten einer US-Spezialeinheit ums Leben gekommen. Der Helikopter sei im Osten des Landes in der Nacht zum Samstag von Rebellen abgeschossen worden, erklärte der afghanische Präsident Hamid Karsai in Kabul. Auch 7 afghanische Soldaten seien getötet worden.

Die radikal-islamischen Taliban übernahmen die Verantwortung und erklärten im Internet, sie hätten den Hubschrauber der internationalen Schutztruppe Isaf mit einer Granate abgeschossen.

Die Nato-geführte Isaf gab den Verlust eines Hubschraubers zu und erklärte, in dem Gebiet habe es „feindliche Aktivitäten“ gegeben. Ein Rettungseinsatz laufe. Weitere Einzelheiten nannte Sprecher Tim James zunächst nicht. Nach Angaben eines Sprechers der Provinzregierung läuft in der Region Wardak südwestlich der Hauptstadt Kabul gerade ein Einsatz afghanischer und verbündeter Truppen gegen die Taliban.

Karsai übermittelte US-Präsident Barack Obama und den Familien der Opfer sein „tiefstes Beileid“. Der Abschuss ist einer der folgenschwersten Vorfälle für die Isaf. Derzeit sind in Afghanistan 140.000 Nato-Soldaten im Einsatz, darunter 100.000 aus den USA. Die Mehrheit wird bis Ende 2014 abgezogen. Obama hatte angekündigt, bis zum Sommer 2012 bereits 33.000 der etwa 100.000 US-Soldaten heimzuholen.

In der südlichen afghanischen Provinz Helmand wurden bei einem Angriff von Nato-Kampfflugzeugen auf ein Haus acht Zivilisten getötet. Die Opfer gehörten alle zu einer Familie, teilte die afghanische Polizei am Samstag mit. Unter ihnen seien Frauen und Kinder. Die Isaf reagierte mit dem Bombenangriff am Freitag auf eine Taliban-Attacke auf eine Patrouille im Bezirk Nad Ali, bei der laut örtlicher Polizei ein Isaf-Soldat getötet wurde.

Isaf-Sprecher Justin M. Brockhoff räumte die Möglichkeit ziviler Opfer ein. „Kurz nach dem Einsatz (der Luftwaffe) erhielten die Bündnistruppen Berichte, dass Zivilisten von den Aufständischen gefangen gehalten wurden und bei dem Luftangriff dabei gewesen sein könnten“, sagte Brockhoff. Der Vorfall werde untersucht. Im ersten Halbjahr 2011 wurden nach Angaben der Vereinten Nationen in Afghanistan 79 Zivilisten bei Einsätzen von Nato- und US-Truppen getötet.

Nach einem Nato-Beschluss sollen der Kampfeinsatz am Hindukusch bis 2014 beendet und die Sicherheitsverantwortung für das Land bis dahin schrittweise an die Afghanen übergeben werden. In den ersten sieben Gebieten haben afghanische Armee und Polizei vor wenigen Wochen das Kommando von der Isaf übernommen.

dpa

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