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Mehrheit will Steinmeier als Bundespräsidenten

Gauck-Nachfolge Mehrheit will Steinmeier als Bundespräsidenten

In acht Monaten wählt die Bundesversammlung ein neues Staatsoberhaupt. Wenn es nach der großen Mehrheit der Deutschen ginge, käme es dazu gar nicht. Denn die meisten wollen den Bundespräsidenten selbst wählen.

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Wenn es nach einem Großteil der Wähler ginge, würden sie den Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck am liebsten selbst bestimmen.

Quelle: Foto: Bernd Thissen/dpa

Berlin. Fast 70 Prozent der Bundesbürger wünschen sich eine Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk. Mehr Macht für das Staatsoberhaupt wollen aber nur 30 Prozent. Ob ein Mann oder eine Frau das höchste Amt des Staates übernimmt, ist den meisten egal. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Demnach sagen 39 Prozent der Befragten, sie würden eine Direktwahl "voll und ganz befürworten". Weitere 30 Prozent würden dies "eher befürworten". 12 Prozent würden eine Direktwahl "eher ablehnen", vier Prozent "ganz und gar ablehnen". Keine Angaben machen 15 Prozent.

Zwei Ostdeutsche in den Spitzenämtern der Bundesrepublik: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratuliert Joachim Gauck nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten am 18. März 2012. Ihr Wunschkandidat war Gauck aber nicht.

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Steinmeier Top-Kandidat

Eine deutliche Mehrheit von 55 Prozent lehnt mehr Macht für den Präsidenten ab. Auf die Frage, ob Deutschland überhaupt einen Bundespräsidenten braucht, antworteten 58 Prozent mit Ja und 30 Prozent mit Nein. Nach einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe können sich die Deutschen am ehesten Außenminister Frank-Walter Steinmeier als nächstes Staatsoberhaupt vorstellen. Danach trauen 52 Prozent der Bundesbürger dem SPD-Politiker zu, Nachfolger von Joachim Gauck zu werden.

Mit deutlichem Abstand folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, 35 Prozent), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, 33 Prozent) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, ebenfalls 33 Prozent). Emnid hatte sieben Persönlichkeiten zur Beurteilung gestellt, Mehrfachnennungen waren möglich.

Im Februar 2017 wird ein neuer Bundespräsident gewählt – Joachim Gauck verzichtet auf eine zweite Amtszeit. Wer folgt nach ihm? Diese Politiker sind im Gespräch.

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Der Mehrheit ist egal, ob Mann oder Frau

Nach dem Verzicht von Gauck auf eine zweite Amtszeit wird der nächste Präsident am 12. Februar 2017 durch die Bundesversammlung gewählt. Diese setzt sich aus den Bundestagsabgeordneten und aus ebenso vielen Delegierten der Länder zusammen. Das war 1949 im Grundgesetz wegen der Erfahrungen der Weimarer Republik so festgeschrieben worden. Vor der Machtübernahme der Nazis regierte der direkt gewählte Reichspräsident auch mit Notverordnungen.

Auch in Österreich wird der Bundespräsident direkt gewählt. Er hat auch mehr Befugnisse als in Deutschland. Gefragt wurde in der Umfrage auch, welche Qualifikation der nächste Bundespräsident haben sollte. 23 Prozent unterstützen die Forderung, es sollte ein Quereinsteiger sein. 16 Prozent ziehen einen Berufspolitiker vor. Die klare Mehrheit von 51 Prozent sagt aber: "Es ist mir egal, ob der nächste Bundespräsident ein Berufspolitiker oder Quereinsteiger ist."

Nur neun Prozent stimmen der derzeit oft gehörten Forderung zu, das nächste Staatsoberhaupt sollte eine Frau sein. 14 Prozent finden, es sollte ein Mann sein, aber die übergroße Mehrheit sagt: "Es ist mir egal, welches Geschlecht der nächste Bundespräsident hat." 57 Prozent finden, das nächste Staatsoberhaupt sollte deutsche Wurzeln haben, zwei Prozent fänden ausländische Wurzeln gut, 35 Prozent ist es egal.

RND/dpa

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