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AfD-Gegner laden Müll vor Partei-Zentrale ab

Reaktion auf Brandanschläge AfD-Gegner laden Müll vor Partei-Zentrale ab

Gegner der AfD haben verkohlten Müll vor der Bundesgeschäftsstelle der Partei in Berlin abgeladen. Angeblich handelt es sich um die Reste eines abgebrannten Flüchtlingsheims. Die Aktivisten machen die AfD für den Brandanschlag verantwortlich.

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Die Gruppe "Nationalismus ist keine Alternative" lud am Freitag verkohlten Müll vor der AfD-Bundesgeschäftstelle ab – angeblich sind es die Überreste eines abgebrannten Flüchtlingsheims.

Quelle: Nationalismus ist keine Alternative

Berlin. "Wir sind alle fast von unseren Stühlen gekippt, als vorhin gegen die Tür getreten wurde", sagte AfD-Parteisprecher Christian Lüth am Freitag. Er habe vor dem Gebäude mehrere maskierte Menschen gesehen, die weiße Overalls getragen hätten, wie sie beispielsweise in Atomkraftwerken verwendet werden.

"Wir bringen die Überreste der AfD zurück"

Auf einem neben dem Müll vor der Tür abgelegten Zettel stand, "August 2015: Brandanschlag in Nauen – Wir bringen die Überreste der AfD zurück". Die stets verschlossene Tür der Geschäftsstelle, die in einem Bürohaus liegt, blieb unbeschädigt.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland profiliert sich in ihren Landtagswahlkämpfen vor allem mit massiver Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Im brandenburgischen Nauen war im vergangenen August eine Sporthalle niedergebrannt. In der Halle hätten 100 Asylbewerber vorübergehend untergebracht werden sollen.

Gruppe kündigt weitere Aktionen an

Auf Facebook bekannte sich eine Gruppe zu der Aktion, die sich "Nationalismus ist keine Alternative" nennt. "In Nauen wurde vergangenen August eine Unterkunft für Geflüchtete von Rassisten niedergebrannt – die AfD ist mit ihrer Hetze direkt dafür verantwortlich", schrieben die Aktivisten. "Sie ist Brandstifter in Nadelstreifen und Lautsprecher der Gewalt in einem." In einem Video ist zu sehen, wie der verkohlte Müll vor der Geschäftsstelle abgeladen wird.

Die Gruppe kündigten weitere Aktionen an. "Das war erst der Anfang und es kann ja nicht immer nur Torten geben." Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch war am Sonntag von einem Gegner mit einer Torte beworfen worden. Der Mann wurde festgehalten und von der Polizei mitgenommen.

Ein Video auf Youtube zeigt den Tortenwurf. Zu der Aktion hatte sich das Peng Collective bekannt.

dpa/wer

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