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AfD-Vize Gauland attackiert Frauke Petry

Nach Eklat in Baden-Württemberg AfD-Vize Gauland attackiert Frauke Petry

Im Stuttgarter Landtag hat sich die AfD-Fraktion selbst zerlegt - nach nur wenigen Wochen im Parlament. Auch in anderen Landesverbänden rumort es. AfD-Vize Alexander Gauland macht dafür die Vorsitzende Frauke Petry verantwortlich - und ist nicht der Einzige.

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AFD-Parteivize Alexander Gauland (li.) und AFD-Bundesvorsitzende Frauke Petry.

Quelle: dpa

Berlin. Die Spaltung der AfD in Baden-Württemberg hat der Alternative für Deutschland eine weitere Krise beschert. Für Parteivize Alexander Gauland sind die Vorgänge in Stuttgart aber kein Indiz für einen Zerfall der Gesamtpartei. "Ich sehe keinen anderen Landesverband, in dem es diese Probleme gibt so wie in Baden-Württemberg", sagte Gauland der Deutschen Presse-Agentur.

In Sachsen-Anhalt habe es zuletzt zwar einige Unstimmigkeiten gegeben. Und auch der Auftritt des Magdeburger Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider bei Pegida habe "nicht nur Freude ausgelöst". Im Vergleich zu der Eskalation in Stuttgart, wo die 23-köpfige Fraktion jetzt in drei Teile zerfallen ist, seien das aber Petitessen.

Attacken gegen Petry

Die Schuld für die Entwicklung in Baden-Württemberg, die ihren Ursprung in antisemitischen Äußerungen des Abgeordneten Wolfgang Gedeon hat, sieht Gauland zum Teil bei Parteichefin Frauke Petry. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen, der in Stuttgart jetzt eine neue Fraktion gegründet hat, habe sich dagegen einwandfrei verhalten, sagte Gauland der dpa.

Dass Petry diese Woche "unangemeldet" in Stuttgart aufgetaucht sei, sei "nicht zielführend" gewesen. Trotzdem werde er weiter mit ihr zusammenarbeiten, erklärte Gauland, der auch Vorsitzender der AfD-Fraktion im Potsdamer Landtag ist. Den "Ruhr Nachrichten" (Donnerstag) sagte er, es sei nicht klug, "sich ohne Kenntnis des Fraktionsvorsitzenden in den Streit eines fremden Landesverbandes einzumischen". So dürfe man nicht miteinander umgehen.

Mit seiner Kritik an Frauke Petry ist Gauland nicht allein: Auch Hamburgs AfD-Chef Jörn Kruse kritisierte einmal mehr die AfD-Parteivorsitzende.

"Das war ein Fehler"

Gauland räumte in der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) Fehler der AfD ein. So hätte man im Vorfeld der Kandidatur des inzwischen aus der Landtagsfraktion ausgetretenen Gedeon genauer prüfen und seine Schriften lesen müssen. "Mir hat er auch einige Pamphlete zugeschickt. Ich habe sie aus Mangel an Zeit nicht gelesen. Das war ein Fehler." Die AfD werde bei der Aufstellung ihrer Kandidaten für die Bundestagswahl "genauer hinschauen müssen", sagte Gauland.

dpa/RND/zys

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