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Petry befürwortet Waffenkauf zum Selbstschutz

AfD-Vorsitzende Petry befürwortet Waffenkauf zum Selbstschutz

Die Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, findet es richtig, wenn sich immer mehr Bürger in Deutschland Waffen beschaffen. Das sei kein Grund zur Besorgnis

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Frauke Petry lehnt eine Verschärfung des Waffenrechts strikt ab.

Quelle: dpa

Essen. "Jeder Gesetzestreue sollte in der Lage sein, sich selbst, seine Familie und seine Freunde zu schützen", sagt Petry den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Viele Bürger fühlten sich zunehmend unsicher. Als Grund nannte Petry, dass der Staat sein Gewaltmonopol stellenweise verloren habe, weil die Polizei in Bund und Ländern "systematisch kaputtgespart" worden sei.

"Wir alle wissen, wie lange es dauert, bis die Polizei, gerade in dünn besiedelten Gebieten, zum Einsatzort gefahren kommt", sagte die AfD-Chefin. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehne ihre Partei strikt ab, weil dies "die anständigen Bürger treffen" würde.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt warf Petry vor, sie schüre fahrlässig Ängste und hetze gegen den Staat und die Polizei. "Das ist gemeingefährlich", sagte die Grünen-Politikerin. Deutschland habe eine gute Polizei, die für Sicherheit sorge. Wo Polizisten fehlten, müssten neue eingestellt werden, erklärte Göring-Eckardt in Berlin. "Das stärkt das Sicherheitsgefühl der Menschen und nicht Waffen für alle, wie es Frau Petry offenbar will."

Göring-Eckardts Fraktionskollege Volker Beck sagte dem "Handelsblatt", eine Bewaffnung der Bürger schaffe nicht mehr Sicherheit, sondern neue Gefahren. "Die Erfahrung aus den USA zeigt, je mehr Waffen im Umlauf sind, je leichter sie verfügbar sind, umso öfter eskalieren Auseinandersetzungen oder kriminelle Handlungen zu Vorfällen mit Todesfolge", so Beck.

Nach den jüngsten Gewalttaten in Deutschland waren Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts laut geworden. Der Amokschütze von München hatte seine Tatwaffe über einschlägige Internetforen im Darknet gekauft, einem verdeckten Bereich des Internets.

Die Zahl der "kleinen Waffenscheine" für den Besitz von Schreckschusswaffen und Reizgas war laut einem Medienbericht im ersten Halbjahr bundesweit um fast 50 Prozent auf 402.000 angestiegen. Mehr scharfe Schusswaffen legten sich die Deutschen dagegen nicht zu. Die Zahl der dafür erforderlichen Waffenbesitzkarten sank geringfügig auf 1,898 Millionen.

epd/afp

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