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AfD will 100.000 Islam-Bücher verteilen

In Eigenregie verfasst AfD will 100.000 Islam-Bücher verteilen

Insgesamt 100.000 Exemplare eines in Eigenregie verfassten Buches über den Islam will die AfD-Landtagsfraktion in Thüringen in Kürze verteilen.

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Die von Björn Höcke geleitete AfD-Fraktion in Thüringen bemüht sich aktuell, einen Moscheeneubau der Ahmadiyya-Gemeinde am Stadtrand von Erfurt zu verhindern.

Quelle: Oliver Berg (Archivbild)

Berlin/Erfurt. Die "Alternative für Deutschland" hatte erst Anfang Mai ausdrücklich den Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" in ihr Grundsatzprogramm aufgenommen. Jetzt beschäftigt sich der Thüringer Ableger der rechtspopulistischen Partei in einem selbst herausgebrachten Buch mit der aus AfD-Sicht unliebsamen Religion.

"Das Buch erklärt auch, warum der Islam keine Religion wie das Christentum ist", heißt es in einer am Montag versandten Einladung zur Präsentation des Taschenbuchs "Der Islam. Fakten und Argumente" an diesem Mittwoch.

Bundespartei gibt sich ahnungslos

"Ich weiß nichts von diesem Buch, das ist Sache der Thüringer", sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland am Montag. Parteisprecher Christian Lüth erklärte, das Buch sei nicht mit Finanzmitteln der Bundespartei gedruckt worden.

Die von Björn Höcke geleitete AfD-Fraktion in Thüringen bemüht sich aktuell, einen Moscheeneubau der Ahmadiyya-Gemeinde am Stadtrand von Erfurt zu verhindern. Die Verteilung kostenloser Bücher ist generell erlaubt.

Der Verfassungsschutz sieht allerdings die seit 2011 laufende Verteilung von Koran-Exemplaren durch die "Lies!"-Kampagne kritisch. Diese wird den Angaben zufolge von Salafisten zur Anbahnung von Kontakten genutzt, "die im weiteren Verlauf zur Radikalisierung der Betroffenen führen können".

dpa/RND

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