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AfD setzt Kopfgeld auf Datendieb aus

12.000 Euro Belohnung AfD setzt Kopfgeld auf Datendieb aus

Wie im Wilden Westen: Die AfD hat ein Kopfgeld ausgesetzt. Sie will Hinweise auf einen Datendieb mit 12.000 Euro belohnen. Unbekannte hatten Informationen über Parteimitglieder an einen politischen Gegner weitergeleitet.

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Die AfD sucht einen Datendieb. Der Vorstand um die Vorsitzende Frauke Petry hat deshalb ein Kopfgeld für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Berlin. Die Alternative für Deutschland (AfD) sucht einen Datendieb und hat deshalb eine Belohnung von 12.000 Euro ausgelobt. Das Geld soll jeder erhalten, der hilft, den oder die Täter zu finden. Das beschloss der Bundesvorstand der AfD.

Die Täter hatten während des AfD-Bundesparteitages in Stuttgart vor zwei Wochen die Namen und Adressen von rund 2000 Parteimitgliedern an die Betreiber der linken Website Indymedia weitergegeben, die diese Daten veröffentlichte. Auf der Seite sind auch die Geburtsdaten, die Mobilfunknummern und privaten E-Mail-Adressen sowie die Mitgliedsnummern aufgelistet.

Vorstand stockt das Kopfgeld auf

Die AfD will 5000 Euro für "sachdienliche Hinweise" zahlen, die zur Ergreifung des Täters führen. Doch auch die Vorstandsmitglieder selbst wollen in die Tasche greifen. In dem Beschluss, der die Überschrift "Kopfgeld" trägt, heißt es weiter: "Die 13 Mitglieder des Bundesvorstandes stocken angesichts ihrer besonderen Verantwortung für die Partei diesen Festbetrag um weitere 7000 Euro auf". Vorstandsmitglied Alice Weidel wurde außerdem zur IT-Sicherheitsbeauftragten bestimmt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt bereits wegen des Datenlecks. Es gebe keinen neuen Ermittlungsstand, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage. Das Ende der Untersuchung sei nicht absehbar. Eine Belohnung von privater Seite für sachdienliche Hinweise an die Behörden sei zulässig. Eine Art "Kopfgeld" allerdings nicht.

dpa/RND/wer

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