Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Keine Hinweise auf Massengräber in der Ostukraine

Amnesty International-Bericht Keine Hinweise auf Massengräber in der Ostukraine

Bei den blutigen Kämpfen in der Ostukraine registriert Amnesty ungesetzliche Tötungen auf beiden Seiten. Russische Medien übertrieben aber in Berichten über Massengräber, klagt die Organisation.

Voriger Artikel
Schwedisches Militär zeigt Foto von U-Boot
Nächster Artikel
Türkei lässt Peschmerga-Kämpfer nach Kobane

Trotz Waffenruhe kommt es im Osten der Ukraine, wo Separatisten gegen die Armee kämpfen, immer wieder zu blutigen Gefechten. Beide Seiten werfen sich tödliche Angriffe auf Zivilisten vor.

Quelle: dpa

London. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sieht keine Beweise für Massengräber im umkämpften ostukrainischen Donezk, wie sie prorussische Separatisten entdeckt haben wollten. In einem am Montag veröffentlichten Bericht über Hinrichtungen wirft die Organisation sowohl prorussischen als auch proukrainischen Kräften falsche Angaben über die Gräueltaten der jeweils anderen Seite vor.

„Fest steht auch, dass einige der schockierenden Fälle, über die berichtet wurde, besonders in russischen Medien enorm übertrieben waren“, erklärte John Dalhuisen von Amnesty.

Mit Berichten über rund 400 im Konfliktgebiet gefundene Leichen von Zivilisten hatten die Separatisten Ende September Druck auf die Führung in Kiew gemacht. Danach befanden sich die Gräber in Gebieten, die zuvor von der ukrainischen Armee beherrscht worden waren.

Amnesty habe „keine überzeugenden Beweise für Massentötungen oder Gräber“ gefunden, hieß es. Stattdessen sei die Organisation auf die Leichen von vier männlichen Zivilisten in zwei Gräbern in der Nähe des Dorfes Komunar gestoßen.

„Was wir gesehen haben, sind einzelne Fälle von Hinrichtungen, die in einigen Fällen Kriegsverbrechen darstellen können“, erklärte Dalhuisen zum Ergebnis von Amnesty-Recherchen Ende September. Solche gezielten Tötungen seien auf beiden Seiten nachgewiesen worden. „Alle verdächtigen Fälle sollten untersucht und die Verantwortlichen beider Seiten belangt werden.“

Trotz Waffenruhe kommt es im Osten der Ukraine, wo Separatisten gegen die Armee kämpfen, immer wieder zu blutigen Gefechten. Beide Seiten werfen sich tödliche Angriffe auf Zivilisten vor.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ukraine
Ein Feuerball am Montagabend über Donezk.

Schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Armee: Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) zufolge soll die Armee im Konflikt in der Ostukraine international geächtete Streubomben abgefeuert haben. Die Armee weist die Vorwürfe zurück.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.