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GdP: Dringend mehr Polizei auf die Straße bringen

Nach dem Amoklauf in München GdP: Dringend mehr Polizei auf die Straße bringen

Terroranschlag oder Amoklauf – das war auch für die Münchner am Freitagabend Polizei lange unklar. Ob sie auf die Lage angemessen reagiert hat, und ob sich die Deutschen vor derartigen Situationen schützen können, erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow.

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Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow.

Quelle: dpa/Montage

München. Herr Malchow, die Polizisten in München wussten nicht, ob sie es mit einem Terroranschlag oder einem Amoklauf zu tun hatten. War die Reaktion angemessen?

Das ist sehr gut gelaufen. Die Kollegen in München haben eine hohe Professionalität gezeigt, bei der Lagebeurteilung, der Evakuierung des Einkaufszentrums, dem Schutz der Bevölkerung, dem Nutzen der sozialen Netzwerke. Es sind sehr schnell sehr viele Polizisten eingesetzt und schnell Unterstützung angefordert worden.

Es ist für den Einsatzablauf nicht bedeutsam, ob es sich um einen Terrorakt oder einen Amoklauf handelt. Wenn es einem Täter darum geht, möglichst viele Menschen zu töten, ist es für den Ablauf des Geschehens nicht bedeutsam, ob er aus einer persönlichen oder einer ideologischen Motivation handelt.

Bei einer Schießerei im Olympia-Einkaufszentrum in München sind offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen.

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Was lernen wir aus der Nacht von München?

Wir müssen dringend mehr Polizei auf die Straße bringen, sichtbar in Uniform und auch in Zivil. Wenn es ein erhöhtes Entdeckungsrisiko gibt, schrecken Täter vielleicht vor einem solchen Verbrechen zurück. 

Und was kann die Bevölkerung tun, um sich zu schützen?

Es gibt kein Verhalten, dass hundertprozentige Sicherheit garantiert, außer jeder bleibt zu Hause in seiner Ecke hocken. Das Leben muss weitergehen. Die gute Erfahrung dieser Nacht ist: Die Situation wurde schnell durch die Polizei beruhigt. Und die Menschen haben gesehen, dass die Polizisten bereit warne, ihr eigenes Leben einzusetzen. Sie mussten ja damit rechnen, dass noch mehr Täter in der Stadt unterwegs sind. 

Von Jan Sternberg/RND

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