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Ankara bestellt deutschen Botschafter ein

Nach BND-Bespitzelung Ankara bestellt deutschen Botschafter ein

Nach Berichten über eine Bespitzelung der Türkei durch den Bundesnachrichtendienst (BND) hat die türkische Regierung den deutschen Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt.

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„Abhöraktionen verzeihen wir nicht“: Der BND soll die Türkei bespitzelt haben.

Quelle: dpa

Ankara. Dabei solle dem Botschafter Eberhard Pohl die „Besorgnis“ und das „Unbehagen“ Ankaras angesichts der Berichte ausgedrückt werden, sagte ein türkischer Diplomat am Montag der Nachrichtenagentur AFP.
Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war es „ausdrücklich keine Einbestellung“. Der Botschafter habe mit einem Vertreter des türkischen Außenministeriums ein Gespräch „in freundlicher Atmosphäre“ geführt, sagte AA-Sprecher Martin Schäfer.

Als erstes türkisches Kabinettsmitglied hatte sich zuvor Energieminister Taner Yildiz zu den Berichten über den BND geäußert. Bei Bedarf könne man sich an die Türkei wenden und Fragen stellen, sagte der Minister mit Blick auf die deutschen Behörden. „Aber Abhöraktionen verzeihen wir nicht.“

Dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ zufolge steht der Nato-Partner Türkei im Auftragsprofil der Bundesregierung für den BND. Auch „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR hatten berichtet, das geltende Auftragsprofil für den deutschen Geheimdienst aus dem Jahr 2009 umfasse ein Nato-Land – ohne dessen Namen zu nennen.

afp

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