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19:21 08.07.2016
Auf dem Nato-Gipfel in Warschau kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass die Bundeswehr die Führung über ein Bataillon in Litauen übernimmt. Quelle: EPA/PAWEL SUPERNAK POLAND OUT
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Warschau

Die Nato verlegt erstmals in großem Stil Truppen nach Osteuropa. Die Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsländer kamen am Freitag in Warschau zusammen, um diese neue Abschreckungsmaßnahme gegen Russland formell zu beschließen.

Geplant ist die Stationierung von jeweils einem Bataillon mit etwa 1000 Soldaten in Polen, Lettland, Litauen und Estland – alles Nachbarländer Russlands, die sich bedroht fühlen. Die Bundeswehr nimmt eine Führungsrolle ein und soll mit mehreren hundert Soldaten das Bataillon in Litauen anführen.

Putin telefoniert mit Merkel

Deutschland werde "als Rahmennation" zusammen mit Norwegen, der deutsch-französischen Brigade und den Benelux-Staaten für den Einsatz zuständig sein, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag beim Nato-Gipfel in Warschau.

Der russische Präsident Wladimir Putin reagierte zunächst nicht öffentlich auf die Pläne. Unmittelbar vor dem Gipfel telefonierte er aber mit Bundeskanzlerin Angel Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande und sprach mit ihnen über den Minsker Friedensprozess für die Ukraine.

Nato verfolgt Doppelstrategie

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte, dass das westliche Militärbündnis keine Konfrontation mit Russland wolle. "Der Kalte Krieg ist Geschichte, und er sollte Geschichte bleiben", sagte er. "Alles, was wir tun, ist defensiv, angemessen und transparent."

Nato-Strategie gegenüber Russland

"Die Nato sucht keine Konfrontation mit Russland", sagt Nato-Sprecherin Oana Lungescu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Nato verfolgt eine Doppelstrategie gegenüber Russland. Auf der einen Seite will sie zur Abschreckung ihre militärische Stärke durch Truppenstationierungen und Manöver in den östlichen Bündnisstaaten zeigen. Andererseits will sie den Gesprächsfaden mit Moskau aufrechterhalten.

dpa/afp/RND

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