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Das wissen wir bisher über Attentäter und Motiv

Anschlag in Nizza Das wissen wir bisher über Attentäter und Motiv

Nach dem Anschlag von Nizza trauern Menschen weltweit um die mehr als 80 Toten und suchen nach einer Erklärung. Einige Fakten haben die Ermittler auch schon zusammentragen können. Ein Überblick über die Informationen, die bisher vorliegen.

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Trauer in Nizza: Warum mussten mehr als 80 Menschen sterben? Am Freitag können die Ermittler diese Frage noch nicht beantworten.

Quelle: EPA/IAN LANGSDON

Wer war der Täter?
Der Attentäter war ein aus Tunesien stammender Mann mit Wohnsitz in Nizza. Die Papiere des 31-jährigen Mohamed Lahouaiej-Bouhlel wurden in dem Lkw gefunden, mit dem er dutzende Menschen überfuhr. Der Vater dreier Kinder war seinen Nachbarn nicht als religiös bekannt und wurde vom Geheimdienst auch nicht als Islamist geführt. Der junge Mann, der als Lieferant arbeitete, beging aber seit 2010 zahlreiche Straftaten; erst im März war er wegen eines gewaltsamen Streits nach einem Verkehrsunfall zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Anschlag in Nizza

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Wie ging der Täter vor?
Der Mann lenkte um 22.45 Uhr den weißen Kühllastwagen in eine Menschenmenge, die am Donnerstagabend nach dem Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag auf dem Strandboulevard Promenade des Anglais versammelt war. Die Polizei versuchte vergeblich, ihn auf dem Weg zu stoppen. Erst nach zwei Kilometern auf der Uferstraße kam der 19-Tonnen-Lkw zum Stehen. Der Täter schoss mit einer Pistole mehrfach auf drei Polizisten, bevor er selbst von ihnen getötet wurde.

Hatte der Mann Komplizen?
Der Fahrer war allein in dem Lastwagen, der vor vier Tagen in der südwestfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur angemietet worden war, in der auch Nizza liegt. Die Ermittler suchen aber unter Hochdruck nach möglichen Hintermännern. Am Freitag wurde die Wohnung des Täters im Osten von Nizza durchsucht, auch in anderen Städten gab es Polizeieinsätze. Die Ex-Frau des Täters, von der er seit 18 Monaten getrennt lebte, wurde in Gewahrsam genommen und befragt.

Wer steckt hinter der Tat?
Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist unklar. Weder gibt es ein Bekennerschreiben, noch wurden Flaggen oder Symbole einer Dschihadistengruppe gefunden. Premierminister Manuel Valls sagte aber, der "Terrorist" stehe "zweifellos auf die eine oder andere Art in Verbindung mit dem radikalen Islamismus". Staatsanwalt François Molins sagte, die Art des Vorgehens entspreche den Mordaufrufen islamistischer Terrorgruppen in Zeitschriften und Videos.

Wer sind die Opfer?
Bei dem Anschlag wurden mindestens 84 Menschen getötet, darunter auch zehn Kinder und Jugendliche sowie drei Deutsche. Das Bezirksamt von Berlin-Charlottenburg bestätigte, dass eine Lehrerin und zwei Schüler getötet wurden. Laut Hollande sind unter den Toten "Ausländer aller Kontinente", darunter drei Algerier, drei Tunesier, zwei US-Bürger, eine Schweizerin, eine Russin, eine Armenierin und ein Ukrainer. Rund 50 Schwerverletzte schwebten noch in Lebensgefahr.

afp/dpa/RND

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