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Neue Gewaltwelle

Arabische Beobachter verlassen Syrien


Syrien erlebt eine neue Welle der Gewalt. Die Oppositionshochburg Homs steht unter Beschuss. Dutzende Menschen sollen getötet worden sein. Die Arabische Liga forderte hre Beobachter auf das Land zu verlassen.
Foto: In Syrien wird weiter protestiert.

In Syrien wird weiter protestiert.

© dpa

Damaskus. Mit militärischer Macht und Milizenterror versucht das syrische Regime den Willen der Aufständischen in der Stadt Homs zu brechen. Aktivisten berichteten am Mittwoch, das Viertel Baba Amro sei unter Beschuss genommen worden. Sie sprachen von Dutzenden von Toten. Drei Familien seien zudem von Milizionäre in ihren Häusern massakriert worden, hieß es. Die Eindringlinge hätten 20 Menschen mit Messern getötet. Wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit für Medienvertreter in Syrien ist es schwer, derartige Angaben zu überprüfen.

Die sogenannten Revolutionskomitees meldeten, Angehörige des syrischen Geheimdienst hätten im Libanon nahe der Grenze zwei junge Männer aus der Stadt Homs verschleppt. Sie seien vom Geheimdienst der Luftwaffe zurück nach Syrien gebracht worden. In Berlin waren zuletzt zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen worden, die Oppositionelle ausgeforscht haben sollen.

Die Arabische Liga forderte unterdessen ihre Beobachter auf, Syrien zu verlassen. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Liga in Kairo. Der Leiter der Beobachtermission, Mohammed al-Dabi, und sein Stab sollen jedoch vorerst noch in Damaskus bleiben. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte bei einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad am Dienstag noch erklärt, die Beobachtermission könne ausgeweitet werden.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete, in der Provinz Daraa seien nahe der jordanischen Grenze ein Offizier und 17 Soldaten desertiert. Der syrische Menschenrechtsanwalt Haitham al-Maleh sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija, regimetreue Einheiten seien für die gewaltsame Unterdrückung der Proteste verantwortlich, nicht die regulären Truppen der Armee.

dpa/sag

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