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"Wir sahen, wie Leute getroffen wurden"

Augenzeuge zum Anschlag von Nizza "Wir sahen, wie Leute getroffen wurden"

AFP-Korrespondent Robert Holloway war auf dem Strandboulevard in Nizza, als ein Lastwagen in eine Menschenmenge raste und Dutzende Menschen tötete. Er wurde zum Augenzeugen der Bluttat. Genauso wie der ARD-Reporter Richard Gutjahr.

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"Der Moment, wenn sich vor deinen Augen ein Terroranschlag ereignet": Der ARD-Journalist Richard Gutjahr (kleines Foto, Archivbild) war zufällig in Nizza, als ein Lastwagen in eine Menschenmenge raste.

Quelle: afp/dpa

Nizza. "Ich war ungefähr hundert Meter entfernt und hatte nur wenige Sekunden, um auszuweichen", berichtete Holloway. Der Reporter sah, wie ein weißer Lastwagen ungebremst mit großer Geschwindigkeit in die Menschenmenge raste. "Wir sahen, wie Leute getroffen wurden und wie Gegenstände umherflogen", sagte er. "Ich musste mein Gesicht vor den umherfliegenden Gegenständen schützen."

Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza mehr als 80 Menschen getötet worden.

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Die Menschen ergriffen in Panik die Flucht, erinnerte sich Holloway. "Die Leute haben geschrien, es war das absolute Chaos." Der Hergang des Vorfalls ließ Holloway schlussfolgern, dass der Fahrer mit Absicht gehandelt haben muss: "Wenn ein derart großer Lkw auf die Promenade fährt und sich dann auf ziemlich gerader Strecke seinen Weg bahnt, dann kommt mir das wie eine sehr absichtliche Tat vor."

"Wenn sich vor deinen Augen ein Terroranschlag ereignet"

Der ARD-Journalist Richard Gutjahr war ebenfalls zufällig vor Ort. "Ein LKW ist direkt an uns vorbei gefahren, nahm Fahrt auf und raste die Menschenmenge", berichtete er in der Nacht im ARD-Nachtmagazin. "Es gab einen Schusswechsel. Ich kann nicht sagen, wer auf wen geschossen hat." Anschließend habe er auf der Straße "ein Dutzend leblose Körper" gezählt.

Auf Twitter hatte er bereits kurz nach dem Anschlag geschrieben: "Der Moment, wenn sich vor deinen Augen ein Terroranschlag ereignet." Er berichtete, dass er etwa zwölf Tote und Dutzende Verletzte gesehen habe.

Später berichtete Gutjahr, dass die Polizei die Gegend weiträumig abgesperrt habe. Beamte seien mit Maschinenpistolen bewaffnet und leuchteten in Autos. Auf dem Meer kreisten Polizeiboote. Auch ein Helikopter mit Scheinwerfer sei in der Luft. Die Toten und Verletzten seien abtransportiert worden.

In Nizza war am Donnerstagabend ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast und hatte mehrere Dutzend Menschen getötet. Der Lkw-Fahrer wurde von der Polizei getötet, wie das französische Innenministerium mitteilte.

afp/RND/wer

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