Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt BA-Chef Weise soll Bundesflüchtlingsamt leiten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt BA-Chef Weise soll Bundesflüchtlingsamt leiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 18.09.2015
Frank-Jürgen Weise. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-JürgenWeise, übernimmt die Spitze des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin mitteilte, wird er künftig beide Behörden in Personalunion leiten. Das Asylbundesamt steht in der derzeitigen Flüchtlingsdebatte unter Druck. Weise trete "eines der schwierigsten Ämter, die die Bundesrepublik Deutschland zu vergeben hat" an, sagte de Maizière. Der 63 Jahre alte Weise wird damit Nachfolger von Manfred Schmidt, der am Donnerstag zurückgetreten war und dafür persönliche Gründe genannt hatte.

De Maizière sagte, Weises Bereitschaft zur Übernahme dieses herausfordernden Amtes sei ein großer Dienst für Deutschland: "Er ist jetzt für diese Aufgabe der Beste." Er würdigte Weise als erfahrenen Behördenleiter und "öffentlichen Manager". Dessen Erfahrungen in Personalmanagement und Integration in den Arbeitsmarkt würden angesichts der kommenden Herausforderungen gebraucht. De Maizière sagte, die Entscheidung sei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abgestimmt. Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe zugestimmt. Am Montag will de Maizière Weise bereits treffen, um über die künftig Arbeit zu sprechen.

dpa/epd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Deutschen müssen nach Ansicht der katholischen Bischofskonferenz angesichts der vielen Flüchtlinge ihre eigenen Werte betonen. "Unsere Gesellschaft muss gegenüber den Ankommenden unmissverständlich klarmachen, was die tragenden Fundamente dieses Landes und dieser Gesellschaft sind", sagte der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle.

18.09.2015

Nach der Ankunft Tausender Flüchtlinge hat Kroatien sieben seiner acht Grenzübergänge zu Serbien geschlossen. Dabei handele es sich um eine vorläufige Maßnahme, teilte das kroatische Innenministerium am späten Donnerstagabend mit. Mittlerweile errichtet auch Ungarn einen Zaun an der Grenze zu Kroatien.

18.09.2015

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen am kommenden Mittwoch zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammenkommen, um über die Flüchtlingskrise zu beraten. Auf die Einberufung des Sonderrates hatten unter anderem Bundeskanzlerin Merkel und der österreichische Bundeskanzler Faymann gedrängt. 

17.09.2015
Anzeige