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Deutschland / Welt BAMF treibt Planungen für Pilot-Ankerzentren voran
Nachrichten Politik Deutschland / Welt BAMF treibt Planungen für Pilot-Ankerzentren voran
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16:27 06.07.2018
Seit zwei Jahren ist die Aufnahmeeinrichtung Oberfranken für Flüchtlinge in Bamberg nicht nur Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, sondern auch Ankunftszentrum. Quelle: epd
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Berlin

Das Dokument richtet sich an bereits beim Bundesamt beschäftigte Beamte und Angestellte. Als Standorte für das Pilotprojekt werden Gießen, Heidelberg, Manching, Bamberg, Augsburg, Donauwörth, Zirndorf, Regensburg, Deggendorf, Schweinfurt, Dresden und das saarländische Lebach genannt. „Im Rahmen eines Pilotprojekts suchen wir für die Dauer von drei bis sechs Monaten interessierte Personen, die in den oben genannten AnkER-Zentren Asylsuchende und Antragstellende beraten“, heißt es in dem Dokument. Dienstantritt sei „voraussichtlich 01.08.2018 bzw. zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. In der Stellenbeschreibung heißt es, der Arbeitsplatz sei „besonders korruptionsgefährdet“.

Die Abkürzung „Anker“ steht für „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“

Eine BAMF-Sprecherin sagte dem RND, es handele sich nicht um eine Stellenausschreibung, sondern um eine intern veröffentlichte Interessensabfrage. „Diese dient dazu, vorab bereits Mitarbeiter zu identifizieren, die in möglicherweise kommenden Arbeitsbereichen eingesetzt werden können“, sagte sie. „Selbstverständlich gehört es zu den Aufgaben des Bundesamts, sich im Vorfeld bereits bestmöglich auf eventuelle Szenarien einzustellen.“ Die Ausgestaltung zukünftiger Einrichtungen werde gegenwärtig konkretisiert.

Gegen die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geplanten Ankerzentren hatte es zuletzt Widerstand aus mehreren Bundesländern gegeben. Die Abkürzung „Anker“ steht für „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“. Alle Punkte eines Asylverfahrens sollen in diesen Zentren gebündelt werden: Die Ankunft eines Flüchtlings soll erfasst, über seinen Schutzstatus entschieden und - bei Ablehnung des Asylantrags - auch eine schnelle Abschiebung in die Wege geleitet werden.

Von Rasmus Buchsteiner/Jörg Köpke/RND

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