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Deutschland / Welt BKA warnt vor Terroranschlägen bei Fußball-EM
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08:24 19.05.2016
Sicherheitskräfte in Paris Quelle: dpa/Archiv
Berlin/Paris

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor möglichen islamistischen Anschlägen auf die Fußball-EM in Frankreich. Unter Berufung das BKA-Papier berichtet die Bild-Zeitung, dass auch Teams gefährdet seien. "Ein erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von 'Kreuzfahrernationen', zu denen Deutschland ebenfalls gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung", zitiert das Blatt aus dem BKA-Dokument mit dem Titel "Gefährdungslage zur UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016".

Eröffnungsspiel gilt als besonders gefährdet

Gemeint sind Teams aus christlich geprägten westlichen Staaten. Frankreich stehe aufgrund seiner Kolonialgeschichte und seines militärischen Engagements unter anderem im Kampf gegen die Terrormiliz IS besonders im Visier "islamistisch motivierter Täter".

Mögliche weitere Anschlagsziele seien auch "symbolträchtige und 'weiche' Ziele mit einer großen medialen Aufmerksamkeit und entsprechend hohen zu erwartenden Opferzahlen", heißt es weiter. Konkret dürften damit Stadien und deren Umfeld gemeint sein.

Europol-Direktor warnt vor Anschlägen

Als besonders gefährdet werde das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien am 10. Juni sowie das Finale im Stade de France eingestuft. Als mögliche Täter kommen laut Bericht Terror-Kleinstgruppen und "irrational handelnde, fanatisierte Einzeltäter" infrage.

Am Wochenende hatte bereits der Europol-Direktor Rob Wainwright vor möglichen Terroranschlägen bei der EM gewarnt.

Im November hatten islamistische Attentäter während des Länderspiels Frankreich gegen Deutschland in unmittelbarer Nähe des Stade de France Bomben gezündet. Wenige Tage später wurde aus Furcht vor einem Anschlag das Freundschaftsspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover kurz vor Spielbeginn abgesagt

dpa/sid/RND/zys

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