Jerusalem. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte nach einem anschließenden Gespräch mit Ban, die Frage der Siedlungen müsse bei Verhandlungen geklärt werden und könnte nicht als Vorbedingung für neue Friedensgespräche dienen. „Der Konflikt hat 50 Jahre vor dem Beginn des Siedlungsbaus angefangen“, sagte Netanjahu nach Angaben eines Sprechers.
Ban will während seines Besuchs in der Region Israelis und Palästinenser davon überzeugen, neue Friedensverhandlungen aufzunehmen. Peres sagte: „Der Friedensprozess erlebt natürliche Meinungsverschiedenheiten, es ist nicht das Ende. Es könnte noch etwas dauern, wir müssen kämpfen.“
Die ersten direkten Gespräche Israels und der Palästinenser seit mehr als einem Jahr sind vergangene Woche wieder abgebrochen worden. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, für den Misserfolg verantwortlich zu sein. Die Palästinenser fordern vor neuen Friedensgesprächen, dass Israel den Ausbau von Siedlungen stoppt sowie die Grenzen von 1967 als Verhandlungsgrundlage anerkennt. Israel will nur ohne Vorbedingungen verhandeln.
Ban wollte während eines Besuchs in Ramallah auch den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas treffen. Am Donnerstag reist er in den von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen.
Nach dem Gespräch mit Peres äußerte Ban sich auch zu der Sorge wegen des möglichen Baus einer iranische Atombombe. Er forderte Teheran dazu auf, Beweise für rein friedliche Ziele seines Atomprogramms vorzulegen. „Ich glaube, sie haben die internationale Gemeinschaft noch nicht überzeugt“, sagte Ban.
frx/dpa
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