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Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung

Schuldenkrise Banken beteiligen sich an Griechenland-Rettung

Erstmals in der dramatischen EU-Schuldenkrise will sich die Finanzbranche von sich aus an der Rettung eines Eurolandes beteiligen. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels am Donnerstag hervor.

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Quelle: dpa

Mit einem Bündel an Hilfsmaßnahmen wollen die Euro-Länder Griechenland vor der Pleite retten und eine Ausbreitung der Krise auf andere gefährdete Staaten verhindern. An den Kosten von milliardenschweren Rettungsaktionen will sich erstmals in der dramatischen Schuldenkrise auch die Finanzbranche beteiligen - und zwar freiwillig. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels am Donnerstag hervor. Der europäische Krisenfonds für finanzschwache Eurostaaten EFSF soll vorbeugend für gefährdete Euro-Länder eingreifen und Geld bereitstellen.

Spanien und Italien werden in diesem Zusammenhang nicht ausdrücklich genannt; für die Finanzmärkte sind die beiden großen südeuropäischen Volkswirtschaften aber seit längerem die nächsten Wackelkandidaten.

In dem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, heißt es:
„Der Finanzsektor hat seine Bereitschaft erklärt, Griechenland auf einer freiwilligen Basis mit einer Reihe von Optionen zu unterstützen (...)“. Dazu gehört beispielsweise der Umtausch von griechischen Anleihen in neue Bonds mit längeren Laufzeiten.

Das von der Pleite bedrohte Griechenland wird vom Krisenfonds EFSF mit frischem Geld zu niedrigen Zinsen versorgt werden. Der Zinssatz soll sich auf rund 3,5 Prozent belaufen, heißt es in dem Papier. Die Laufzeiten der Kredite sollen von bisher siebeneinhalb auf bis zu 15 Jahre gestreckt werden. Um die wirtschaftliche Erholung Griechenlands zu unterstützen, will die EU die für Athen vorgesehenen Hilfsgelder für schwache Regionen neu verteilen und spricht von einem „Marshallplan“.

dpa

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